Evangelische Kirchen werben für Pilgern im Ruhrgebiet

- Titel des Pilgerführers "Pilgern im Pott.
Quelle: www.pilgern-im-pott.de
Dortmund (epd). Die Evangelischen Kirchen im Rheinland und von Westfalen wollen Pilgern im Ruhrgebiet zu einem zentralen Thema des Kulturhauptstadt-
Jahres 2010 machen. „Es muss nicht immer Santiago de Compostela sein“, sagte Andreas Isenburg vom Evangelischen Kulturbüro Ruhr.2010 Ende November 2009 in Dortmund. Die zwei Pilgerrouten des Projekts „Pilgern im Pott“ führten in 20 Tagesetappen über 24 Kirchen entlang der Emscher von der Mündung in Dinslaken bis zur Quelle in Holzwickede.
Die Organisatoren haben nach eigenen Angaben nach neuen Wegen gesucht, mit Menschen ins Gespräch zu kommen. „Zum Pilgern im Pott gehören
Wiesentäler und Parks, aber auch Industrieanlagen und Bahngleise“, sagte Eva-Maria Ranft vom Evangelischen Frauenreferat des Kirchenkreises Bochum.
Wie der Alltag habe die Pilgerstrecke schöne, aber auch nicht so schöne Abschnitte.
Pilger könnten anhand der Karten und mit Hilfe des erschienenen Pilgerführers mit Wegbeschreibungen und Informationen zu Kirchen und Kirchengemeinden
auch ihren eigenen Pilgerweg suchen, sagte Ranft. Die Kirchen könnten in zehn Tagesetappen von jeweils zehn bis 20 Kilometern Länge erreicht werden. Wegweiser sei dabei der Lauf der Emscher von der Mündung Richtung Quelle im Osten. Träger des Projekts sind das Evangelische Kulturbüro, das Evangelische Frauenreferat des Bochumer Kirchenkreises sowie das Evangelische Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe.
Die Kirchen entlang der Route sind nach Angaben der Organisatoren mit dem Signet „Offene Kirche“ oder „Verlässlich geöffnete Kirche“ der Evangelischen Kirchen in Westfalen und im Rheinland ausgezeichnet. Zudem erläuterten Ansprechpartner für Pilgernde die Besonderheiten der Sakralräume und der Gemeinde und könnten Verpflegungs- und Übernachtungsmöglichkeiten empfehlen. www.pilgern-im-pott.de
Kirche multifunktional nutzbar

- Die Segenskirche in Dortmund-Eving ist für den Umbau ausgezeichnet worden. Foto: Stephan Schütze
Segenskirchengemeinde erhält Anerkennung im Rahmen des Westfälischen Preises für Denkmalpflege
(EKvW) Die Evangelische Segenskirchengemeinde in Dortmund-Eving ist für den Umbau ihrer Kirche zu einem Gemeindezentrum unter Beibehaltung der liturgischen Funktion mit einer Anerkennung ausgezeichnet worden. Sie wurde im Rahmen des Westfälischen Preises für Denkmalpflege von Lutz Linenkämper, Minister für Bauen und Verkehr des Landes NRW, in Marl überreicht.
Es sei bei den geehrten Objekten auf beispielhafte Weise gelungen, das Engagement der Eigentümer und ihre Bereitschaft etwas zu wagen mit der Gestaltungskraft der Architekten, den Fertigkeiten der Handwerker, der Kompetenz der Behörden und der Kompromissbereitschaft aller Akteure zu verbinden, betonte Lienenkämper.
Hinter dem Umbau der Kirche in Dortmund-Eving stehe ein zukunftsweisendes Konzept für eine Umnutzung, so die Jury. Immer mehr Kirchengemeinden könnten aufgrund rückläufiger Einnahmen ihre Baudenkmäler nur halten, wenn sie sie multifunktional nutzbar machten, so wie in Dortmund geschehen.
Umgesetzt wurde der Entwurf des Architekturbüros Brüning Klapp Rein aus Essen. Für die Farbgestaltung ist Professor Thomas Kesseler (Düsseldorf) verantwortlich. Zudem wurde das Projekt intensiv durch das Baureferat der Evangelischen Kirche von Westfalen begleitet. Fertig gestellt wurde die Segenskirche am 30. August 2009.
Der Westfälische Preis für Denkmalpflege wird alle zwei Jahre verliehen. Die Auszeichnung ist in erster Linie für Eigentümer bestimmt, die ihre Denkmäler in beispielhafter Weise erhalten, nutzen und pflegen.
Verabschiedung des scheidenden und Begrüßung des neuen Vorstandsvorsitzenden

- Superintendent Jürgen Lembke (r.) geht in den Vorruhestand. Er übergibt das Amt des Vorstandsvorsitzenden an Paul-Gerhard Stamm. Foto: Stephan Schütze
Zur Verabschiedung des scheidenden und zur Begrüßung des neu gewählten Vorstandsvorsitzenden hatten die evangelischen Vereinigten Kirchenkreise am Freitag, 27. November 2009, in das Reinoldinum eingeladen. Am Montag zuvor hatte die Verbandsvertretung – das Parlament der evangelischen Kirche in Dortmund und Lünen – den 59jährigen Superintendenten des Kirchenkreises Dortmund Mitte-Nordost, Paul-Gerhard Stamm, zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt.
Im Namen der Vereinigten Kirchenkreise begrüßte Superintendent Klaus Wortmann den neuen Vorstandsvorsitzenden. „Die Installation einer Jugendkirche liegt dir am Herzen, die ökumenischen Beziehungen in Dortmund und darüber hinaus sind dir wichtig und werden in deiner Amtszeit unterstrichen werden.“
Stamm ist in Hagen geboren und in Ostwestfalen aufgewachsen. Er hat in Bethel, Tübingen und Münster Theologie studiert. Seit 1979 ist er Gemeindepfarrer in Dortmund-Asseln. 1999 hat ihn die Synode des damaligen Kirchenkreises Dortmund Nordost zum Superintendenten gewählt. Zwei Jahre später wurde er von der Synode des neuen Kirchenkreises Dortmund Mitte-Nordost zum Superintendenten gewählt. Angesichts der entspannten Finanzsituation kündigte Stamm an: „Wir dürfen wieder an neue Projekte denken.“ So schlägt er Jahresthemen für die Evangelische Kirche vor – wie beispielsweise die in diesem Jahr erfolgreiche Kampagne gegen Kinderarmut.
Stamm wird als Vorstandsvorsitzender Nachfolger von Jürgen Lembke, der am 1. Dezember in den Ruhestand geht. Lembke ist 1950 in Barth/Ostsee geboren und in Dortmund aufgewachsen. Seit 1977 war er Gemeindepfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Preußen in Lünen und seit 1999 Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Lünen. Im Sommer 2007 hatte ihn die Verbandsvertretung zum VKK-Vorstandsvorsitzenden gewählt.
In seiner mehr als zweijährigen Amtszeit hat er, so Superintendent Wortmann, „maßgeblich zur Neuordnung und besseren Aufstellung der Struktur der Vereinigten Kirchenkreise beigetragen.“
Lembke freut sich auf seinen Ruhestand. Obwohl: „Ich bin in den letzten Wochen oft gefragt worden, was ich im Ruhestand machen werde. Und dann habe ich aufgezählt, welche sinnvollen Tätigkeiten es geben könnte, wobei mir schon beim Aufzählen klar wurde, dass das in einem einzigen Ruhestand überhaupt nicht durchzuführen ist.“
Leben zwischen Mauern
Der Weg zum Frieden in Israel und Palästina, also im Heiligen Land, ist angekündigt – er ist aber weiter denn je. Über das alltägliche Leben erfahren wir so gut wie nichts. Doch es gibt auf beiden Seiten der Mauer Menschen, die an einen gerechten Frieden glauben.
Es gibt viele Hürden, die im Alltagsleben beider Völker zu überwinden sind, viele Mauern müssen eingerissen werden. Ein mühsamer Weg für beide Völker, um endlich zu einem friedlichen Nebeneinander zu kommen – vielleicht sogar zu einem Miteinander?
Faten Mukarker, christliche Palästinenserin, lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Bethlehem und spricht über die besonderen Bedingungen des tagtäglichen Lebens hinter der Sperrmauer im Heiligen Land. Selbst im geteilten Deutschland aufgewachsen, kann sie uns Deutschen die besondere Situation besser darstellen als viele andere. Sie macht die verschiedenen Etappen des Konfliktes transparent – historisch und aktuell. In einprägsamer Erzählweise nimmt sie die Zuhörer mit in den Alltag ihrer Landsleute, in ihre Ängste und Hoffnungen. Sie wünschen sich nichts sehnlicher als ohne Angst zu leben, frei und selbstbestimmt in einem eigenen lebensfähigen Staat neben dem Staat Israel.
- Ein Abend mit Faten Mukarker (Beit Jala / Bethlehem)
Donnerstag, 3. Dezember 2009, um 19.30 Uhr
Reinoldinum, Schwanenwall 34, Dortmund
Eine Kooperation der Werkstatt Ökumene / Eine Welt und des Ev. Kirchenkreises Dortmund–Mitte–Nordost
Adventssingen international
Vielfalt der christlichen Kulturen präsentiert sich in St. Reinoldi
Adventssingen ist nichts Besonderes. Dieses schon. Denn es wird gemeinsam von vielen Dortmunder Gemeinden unterschiedlicher sprachlicher und kultureller Herkunft präsentiert. Afrikanische Gemeinden sind genauso dabei wie die griechische und serbische. Auch deutschsprachige Sängerinnen und Sänger stimmen zusammen mit Vertretern der rumänischen, russisch-orthodoxen und polnischen Gemeinde musikalisch auf Weihnachten ein.
Die Lieder und Chöre aus aller Welt erklingen am 1. Advent 2009 (29. November) ab 18 Uhr in der Stadtkirche St. Reinoldi. Der Veranstalter – die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) – lädt alle Interessenten zu diesem internationalen Adventssingen ein. „Wir freuen uns auf einen Abend“, so der evangelische Pfarrer Wolfgang Buchholz von der ACK, „an dem die Vielfalt christlichen Glaubens und christlicher Gemeinden in unserer Stadt sichtbar und hörbar wird“.
Die ACK Dortmund gibt es seit 1967. Mitlieder sind die Evangelische und die Katholischen Kirche, orthodoxe Kirchengemeinden, Freikirchen und die altkatholische Gemeinde. Gastmitglieder sind die Gemeinschaft der Siebenten-Tag-Adventisten und die Freie Evangelische Gemeinde. Einen Beobachterstatus haben die Religiöse Gesellschaft der Freunde (Quäker) und die Christengemeinschaft. Die ACK Dortmund möchte die Verbundenheit und das gegenseitige Wahrnehmen und Kennen lernen christlicher Gemeinden aller Konfessionen fördern.
Superintendent Stamm ist neuer Vorstandsvorsitzender der VKK
Paul-Gerhard Stamm ist neuer Vorsitzender des Vorstandes der Vereinigten Kirchenkreise Dortmund (VKK). Mit großer Mehrheit haben die Mitglieder der Verbandsvertretung – dem Parlament der Evangelischen Kirche in Dortmund und Lünen – am 23. November 2009 den 59jährigen Superintendenten des Kirchenkreises Dortmund Mitte-Nordost gewählt.
Stamm ist in Hagen geboren und in Ostwestfalen aufgewachsen. Er hat in Bethel, Tübingen und Münster Theologie studiert. Seit 1979 ist er Gemeindepfarrer in Dort-mund-Asseln. 1999 hat ihn die Synode des damaligen Kirchenkreises Dortmund Nordost zum Superintendenten gewählt. Zwei Jahre später wurde er von der Synode des neuen Kirchenkreises Dortmund Mitte-Nordost zum Superintendenten gewählt.
Der bisherige Vorstandsvorsitzende, Superintendent Jürgen Lembke, scheidet zum 30. November aus seinem Amt aus. Lembke hat von der Möglichkeit des Vorruhe-standes Gebrauch gemacht. „Meine Entscheidung hängt sehr eng mit der geplanten Vereinigung der Dortmunder Kirchenkreise zu einem Kirchenkreis in Dortmund und Lünen zusammen“, so der scheidende Vorstandsvorsitzende auf der Verbandsver-tretung, „die trotz zustimmender Beschlüsse von drei Kreissynoden nicht weiter verfolgt wurde und mit der mein Name eng verbunden ist.“
Mit Blick auf die St. Reinoldi-Kirche – „die Kirche mit dem größten Identifikations-angebot für die Dortmunder Bevölkerung“ – schlug Lembke vor, auch andere Kirchen in den Kirchenkreisen in Richtung von Profilkirchen weiter zu entwickeln. Er plädierte in seinem Bericht dafür, „missionarische Kirche in Dortmund und Lünen zu sein“. Dies käme langsam stärker in das Bewusstsein der Gemeinden und Funktionsbereiche. Für ihn „wohl das wichtigste“ sei, dass die verschiedenen Ebenen der Gemeinden, Kirchenkreise und der Verband sich „als gleich berechtigte Glieder des einen Leibes Christi“ begreifen. „In Zukunft wird die Unterscheidung zwischen den traditionellen Ebenen der Dortmunder und Lünener Kirche nicht mehr weiter helfen.“
Am kommenden Freitag, 27. November, verabschiedet die Evangelische Kirche ihren scheidenden und begrüßt ihren neuen Vorstandsvorsitzenden mit einem Empfang im Reinoldinum am Schwanenwall.
Bei einer Nachwahl wählte die Verbandsvertretung Werner Hölscher aus dem Kreissynodalvorstand Dortmund Mitte-Nordost als nichttheologisches Mitglied in den Vorstand VKK.
„Behutsam an dem Vereinigungsprozess weiterarbeiten“, das ist die Devise des neuen Vorstandsvorsitzenden Stamm. „In meinen Augen ist das Ziel nicht aufgegeben.“ Weil es über den Weg und die Zeit dorthin unterschiedliche Auffassungen gebe, solle es zu intensiven Gespräche auf allen Ebenen kommen. „Kommunikation“, so Stamm, sei die Voraussetzung, einen Konsens mit allen Kirchenkreisen zu finden. Ein Finanz-konzept für die einheitlichen Aufgaben im Verbandsbereich sei ein erster Schritt. An-gesichts der entspannten Finanzsituation kündigte Stamm an: „Wir dürfen wieder an neue Projekte denken.“ So schlägt er Jahresthemen für die Evangelische Kirche vor – wie beispielsweise die in diesem Jahr erfolgreiche Kampagne gegen Kinderarmut. Als weiteres Beispiel für neue Projekte nannte Stamm das Vorhaben einer „Jugendkirche“.
„Mit einiger Gelassenheit“, so der leitende Verwaltungsdirektor Kurt Drees, könne die aktuelle Finanzentwicklung betrachtet werden. Die Entscheidungen der letzten Jahre zur Finanzplanung haben sich als „äußerst tragfähig“ erwiesen. Auch 2009 würden die kalkulierten Einnahmen aus der Kirchensteuer in Höhe von 22,2 Millionen Euro „mit Sicherheit“ erreicht. Voraussichtlich sei sogar mit Mehreinnahmen zu rechnen. Die als Instrument zur Planungssicherheit für alle Ebenen des Verbandes aufgestellte Fi-nanzplanung bis zum Jahr 2011 kann deshalb bis 2013 fortgeführt werden. Eine ent-sprechende Entscheidung soll für die Tagung der Verbandsvertretung im Herbst nächsten Jahres vorbereitet werden. Aber, so Drees: „Mehr Geld haben wir deswegen nicht zur Verfügung.“ Bis 2013 werden die voraussichtlichen Kirchensteuer-zuweisungen auf 20,3 Millionen Euro sinken. Mehreinnahmen in den vergangenen Jahren sollen deshalb künftige Mindereinnahmen ausgleichen.
Trikots aus Dortmund im Haus der Geschichte

- Die Trikots des interreligiösen Fußballturniers
in Dortmund sind im Bonner Haus der
Geschichte zu sehen. Foto: Stephan Schütze
Bonn/Dortmund (epd). Trikots des Dortmunder interreligiösen Fußballturniers „Anstoß zum Dialog“ sind künftig im Bonner Haus der Geschichte zu sehen. Die rot-blauen Oberteile der evangelischen Pfarrer und grünen Exemplare der muslimischen Imame sollen das Thema Migration und Integration anschaulich machen, wie das Bonner Museum am Freitag, 20.11.2009, nach der Trikotübergabe mitteilte. Seit 2006 treten Vertreter beider Religionen aus Dortmund jährlich bei einem Fußballmatch gegeneinander an.
Aus dem ersten einzelnem Fußballspiel von 2006 sei inzwischen ein ganzes Turnier geworden. Neben Jugendmannschaften spielen auch Herrenmannschaften der katholischen und evangelischen Kirche, der
Moscheevereine und Sportclubs der jüdischen Kultusgemeinde gegeneinander. Das Haus der Geschichte in Bonn hat dienstags bis sonntags von 9 bis 19 Uhr
geöffnet. Internet: www.hdg.de
Gesundes Essen für Kinder

- Bei der Spendenübergabe: SeitenPlan-Geschäftsführer Bernd Ewers (2. v.r.) überreicht den Scheck an Diane Spitz (Bildmitte, „Cookiemobil“), Werner Bracht (Diakonisches Werk, 3.v.r.) und Roland Bracht (spendobel, 5. v.r.). Foto: Stephan Schütze
Agentur „SeitenPlan“ unterstützt rollende Küche „Cookiemobil“ mit 1.000 Euro
Mit 1.000 Euro kann man einiges machen. Die Dortmunder Agentur „SeitenPlan“ unterstützt damit das Spendenparlament „spendobel“. Dieses reicht die Summe weiter an die rollende Lernküche „Cookiemobil“. „Denn“, so begründet Bernd Ewers, Geschäftsführer von „SeitenPlan“ die Spende, „gesunde Ernährung für Kinder ist uns viel wert.“
Cookiemobil, die Küche auf Rädern, will Eltern und Kinder auf spielerische und begeisternde Weise an leckeres und gesundes Kochen heranführen. In Kindergärten, Schulen und bei Veranstaltungen zaubern die Cookiemobil-Mitarbeitenden gesunde Mahlzeiten. So soll der Spaß an gesunder Ernährung entdeckt werden. Einfache Rezepte animieren zum Nachmachen.„Gerade die Kindergärten in der Dortmunder Nordstadt“, erläutert Projektleiterin Diane Spitz, „beobachten immer wieder, dass ihre Kinder ohne Frühstück oder mit ungesunden Snacks in den Kindergarten kommen.“ Deshalb hat sich das Cookiemobil zusammen mit fünf evangelischen Tageseinrichtungen jetzt vorgenommen, den dortigen Kindern ein reichhaltiges und gesundes Frühstück anzubieten. „Die 1.000 Euro Spende von ´SeitenPlan´ helfen uns dabei“, so Spitz.
Das Cookiemobil ist eine Initiative des Diakonischen Werkes Dortmund zur Förderung gesunder Ernährung für Groß und Klein.
Ewige Ruhe im Schatten des Baums

- Vertreter der Gemeinde,
Friedhofsgärtner und
Bestatter beim künftigen
„Friedbaum“.
Foto: Samuel Ogunnibi
Baumbestattung in Horstmar möglich
Zwei Jahre ist die Idee gereift. Jetzt ist sie Wirklichkeit. Ab sofort ist eine Baumbestattung auf dem Evangelischen Friedhof in Lünen-Horstmar möglich. Baum- oder Waldbestattungen sind neue Bestattungsarten. Die Grundüberlegung ist, die Asche des Toten im Wurzelbereich eines Baumes in die Erde zu verbringen. „Einen ganzen Friedwald können wir auf unserem kleinen Friedhof nicht einrichten“, meint Pfarrer Winfried Moselewski, „aber einen Baum für Bestattungen schon.“ An ihm können künftig in vier Kreisen insgesamt 90 Urnen in seinem Wurzelwerk beigesetzt werden. Namensschilder mit Geburts- und Sterbedatum an einer Tafel erinnern an die einzelnen Verstorbenen. „Das ist uns wichtig“, so Moselewski.
Nicht nur die Vorstellung, im Schatten eines Baumes die ewige Ruhe zu finden, mag manche diese Bestattungsart wählen lassen. Es gibt auch ganz pragmatische Gründe: Die Kosten für die Grabstelle einschließlich Unterhaltung durch die Kirchengemeinde und Namensschild kosten genau 1.590 Euro – deutlich preiswerter als andere Bestattungsarten. Denn eine ansonsten notwendige und kostenintensive Grabpflege entfällt. 40 Jahre lang wird die Grabstelle von der Gemeinde unterhalten. Das ist doppelt so lange als bei Urnenrasengräbern. Moselewski ergänzt: „Hinzu kommt, dass wir nicht vorhaben, die Gräber wieder zu belegen. Sie bleiben solange der Baum steht.“
Die naturreligiösen Deutungen, die das Konzept der Baum- und Waldbestattung anfänglich dominierten, machten es den Kirchen zunächst schwer, diese Bestattungsform zu akzeptieren. Das ist jetzt offenbar vorbei. Moselewski: „Der Mensch ist aus Erde gemacht und wird wieder zu Erde.“ Auch die EKD sagt deutlich: „Eine prinzipielle Unvereinbarkeit zwischen christlichen Einsichten über den Menschen und seine Würde auch im Tode und einer Bestattungsform innerhalb einer Friedwald-Konzeption ist daher nur schwer zu erkennen.“
Kirchenkreis Dortmund-West fordert Bleiberecht für Flüchtlinge
Kreissynode tagte in Huckarde
Das Bleiberecht für asylsuchende Flüchtlinge und die Zukunft der Schwerpunktpfarrstellen waren Thema der evangelischen Kreissynode, am Montag, 16. November 2009 in Huckarde.
In einer einstimmig beschlossenen Erklärung unterstützt die Synode die Forderungen des Aufrufs „Kettenduldung beenden – humanitäres Bleiberecht sichern“ der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Katholischen Bischhofskonferenz sowie des Diakonischen Werkes und der Caritas. Kurzfristig sollen bestehenden Bleiberechtsregelungen auch über den 31.12.2009 verlängert und deren Kriterien überprüft werden. Die Synode fordert die Bundesregierung, die Bundestagsabgeordneten und die Dortmunder Parteien auf, im Sinne des Aufrufes tätig zu werden. Ausdrücklich unterstützt die Synode die Forderung der Evangelischen Kirchen von Westfalen für ein Bleiberecht angesichts der drohenden Abschiebung der Roma aus dem Kosovo.
Seit knapp zehn Jahren gibt es im Kirchenkreis Dortmund-West fünf Schwerpunktpfarrstellen. Sie richten sich mit ihrer Arbeit an besondere Zielgruppen, an Junge Familien, Jugendliche in Schule und Kirche. Andere machen Angebote für die mittlere Generation bzw. Generation 30+ oder begleiten Trauernde und pflegende Angehörige. Auf der letzten Synode im Juni wurde die Arbeitsgruppe „Zukunft der Schwerpunktpfarrstellen“ einberufen. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe gehen an die Gemeinden. Deren Stellungnahmen und die weiteren Ergebnisse der Arbeitsgruppe sollen zu Beschlussvorlagen für die Synode im Sommer 2010 führen.
Den Haushaltsplan für das nächste Jahr setzten die 62 Synodalen in Höhe von 203.090 Euro fest. Die Jahresrechnung 2008 der Kreissynodalkasse wurde von der Kreissynode abgenommen, der Kreissynodalvorstand und die Verwaltung entlastet.
Superintendent Stamm: kein gemeinsamer Kirchenkreis in absehbarer Zeit
Synode Dortmund-Mitte-Nordost lehnt Diskriminierung homosexueller Menschen erneut ab
Einen gemeinsamen evangelischen Kirchenkreis in Dortmund und Lünen wird es in naher Zukunft nicht geben. Nachdem das Projekt "ein Kirchenkreis in Dortmund und Lünen" gescheitert sei, scheine nun auch die Idee, zunächst zwei Kirchenkreise zu bilden, nicht konsensfähig zu sein, berichtete Superintendent Paul-Gerhard Stamm. Vor der Kreissynode am Montagabend, 16. November 2009 im Reinoldinum, erklärte er: "Letztlich bleibt von dem Reformvorhaben übrig, dass wir zunächst versuchen, die Stadtkirchenarbeit, das Reinoldiforum und die Arbeit des KIEZ in Lünen gemeinsam zu finanzieren". Weitere Schritte könnten frühestens nach der Neuwahl der Leitung im Kirchenkreis Lünen erfolgen.
Diskriminierung homosexueller Menschen erneut abgelehnt
Zum Thema "Homosexualität und Kirche" löste der offene Brief einiger westfälischer Pfarrer vor kurzem erneut eine Diskussion in den Medien aus. Die Pfarrer warfen dem Präses Alfred Buß eine zu liberale Einstellung zum Thema Homosexualität vor. Superintendent Stamm verwies auf die weit reichenden Beschlüsse aus dem Jahr 1996. Der Kirchenkreis Dortmund-Nordost hatte sich schon damals dafür ausgesprochen, Homosexualität und Heterosexualität als gleichberechtigte Lebensformen anzuerkennen. Lesben und Schwule seien vor Diskriminierung, Hetze und Gewalt zu schützen. "Dieser Beschluss hat nichts an Aktualität und Bedeutung verloren", so Stamm. Die Synode des Kirchenkreises Dortmund-Mitte-Nordost äußerte "Überraschung und Entsetzen" über die erneute innerkirchliche Debatte. Pfarrerinnen und Pfarrer sowie andere Mitarbeitende dürften bei Personalentscheidungen nicht benachteiligt werden, heißt es im aktuellen Beschluss. "Unsere kirchliche Gemeinschaft wird nicht bedroht durch die Anerkennung von Homosexualität, sondern durch die Diskriminierung von Menschen."
Bleiberecht
Weiter unterstützte der Kirchenkreis Dortmund-Mitte-Nordost die Forderungen der Kirchen zum Thema Bleiberecht für Flüchtlinge. Demnach soll die "Altfallregelung" sich in Zukunft ausschließlich nach der Aufenthaltsdauer der Flüchtlinge im Land richten. Für Asylbewerber, die länger als fünf Jahre in Deutschland leben, forderten die Synodalen ein Abschiebemoratorium. Die Beschlüsse werden den Politikern und den Parteien zugestellt. Rund 30.000 Menschen in Deutschland stehen mit dem Auslaufen der Bleiberechtsregelung zum Ende des Jahres in Gefahr, abgeschoben zu werden.
Abschied Wolfram Triebler
Einen gläsernen Adler, die "Ehrengabe" der evangelischen Kirche in Dortmund und Lünen, überreichte Superintendent Stamm Wolfram Triebler, seit 1988 Mitglied des Kreissynodalvorstandes sowie Inhaber zahlreicher weiterer kirchlicher Ämter. Triebler scheidet aus Altersgründen aus. Der Superintendent bescheinigte ihm einen "langen Atem" und ein "Herz für die Diakonie". Die Synode dankte dem langjährigen Ehrenamtlichen mit anhaltendem Applaus. An seiner Stelle wurde Christian Reymann aus der Scharnhorster Schalom-Gemeinde in das Leitungsgremium gewählt.
Aufbruch zur Klimarevolution oder hohle Worte?
Die Weltklimakonferenz in Kopenhagen
Bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen vom 7. bis 18. Dezember 2009 steht vieles auf dem Spiel. Die globale Weichenstellung für die Zeit ab 2012, wo das Klimaschutzprotokoll von Kyoto ausläuft . Es geht um ein Nachfolgeabkommen, in dem die Weltgemeinschaft, besonders die Industrieländer, deutlich macht, dass Sie der Bedrohung des Klimas wirkungsvoll entgegentritt.
Schon jetzt ist absehbar, dass ein umfassender Vertrag in Kopenhagen nicht zu erwarten ist. Die Vorkonferenzen und die Signale der EU, der USA und anderer Industriestaaten lassen deutlich erkennen, dass der nötige Wandel und die Abkehr von der fossilen Wirtschaft nicht wirklich vollzogen werden können.
Auch die neuesten Erkenntnisse des Weltklimarates zeigen, dass umgehend ein Durchbruch erzielt werden muss. Sonst ist es kaum noch möglich, die Erderwärmung auf 2 Grad Celsius in den nächsten Jahrzehnten zu begrenzen. Der Streit um die Klimaziele der Industrieländer und der Schwellenländer macht deutlich, dass ein völkerrechtlich verbindliches Klimaabkommen nötig ist, das wirkungsvoll und gerecht gestaltet ist.
Insbesondere für die Länder des Südens wird schon jetzt die Bedrohung akut, dem beginnenden Klimachaos können sie fast nichts entgegensetzen. Es fehlen Finanzmittel und technologisches Know-how. Werden die Länder des Nordens einen angemessenen Beitrag leisten?
Sven Harmeling und die Organisation Germanwatch begleiten die weltweite Entwicklung in der Klimafrage intensiv. Harmeling analysiert Hintergründe
und kennt politische Akteure. Er wird erläutern, was in Kopenhagen wirklich zu erwarten ist. Setzt man dort auf falsche Lösungen und noch mehr Klima–Ungerechtigkeit? Wie muss ein starkes Klimaabkommen
aussehen, sind Fragen die er in seinem Referat angeht erläutern.
Vortrag und Diskussion mit Sven Harmeling, Germanwatch, Bonn
Montag, 16. November 2009 um 19.30 Uhr
im Reinoldinum, Schwanenwall 34, Dortmund.
Eine Kooperation der Evangelischen Kirche in Dortmund und Lünen, Attac Dortmund und dem Informationszentrum Dritte Welt Dortmund e. V.
Geld oder Leben
Sozialpolitischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag
Zum vierten sozialpolitischen Buß- und Bettag-Gottesdienst lädt die Evangelische Kirche am 18. November 2009 um 19 Uhr in die Stadtkirche St. Reinoldi ein.
Der Gottesdienst steht unter dem Thema „Geld oder Leben?“. „Die Finanzmarktkrise hat uns gezeigt“, so die Einladung, „wie weit wir der Macht des Geldes unterliegen.“ Ihre Folgen werden uns auf Jahre belasten.
Nach dem ersten Schock kommen Fragen auf, die über den Anlass weit hinausgehen: Was bedeutet Geld, wie und warum funktioniert es und wie konnten sich die Geldsysteme so verselbständigen? Jörg Moltrecht, Vorstandsmitglied der kirchlichen KD-Bank, gibt als Fachmann Auskunft zu den Fragen.
Die Bibel warnt vor dem Goldenen Kalb und vor dem Mammon. „Wo dein Herz ist, ist dein Schatz.“ Aber sie fordert auch auf, uns mit dem Geld Freunde zu machen. Was also ist eine christliche Orientierung? Mit Gebet und Klage, Informationen und Meditation will sich der Gottesdienst dem Thema nähern. Bei einer gemeinsamen Mahlfeier im Gottesdienst gibt es Gelegenheit zu Austausch und Gespräch.
Die Predigt hält Friedrich Stiller, Pfarrer für Gesellschaftliche Verantwortung. Pfarrerin Judith Palm (Stadtkirchenarbeit St. Reinoldi) gestaltet den Gottesdienst liturgisch. Für die musikalische Begleitung sorgen Kantor Klaus Müller (Orgel) und Heike Meier (Saxophon).
Mehr Informationen unter www.dortmund-projekte.de
Rechtsradikale stören Gedenkstunde am jüdischen Mahnmal
Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit fordert präventive Jugendarbeit
Rechtsradikale haben in Dortmund-Dorstfeld am 9. November 2009 versucht, die Gedenkstunde anlässlich des 71. Jahrestages der Progromnacht am 9. November 1938 zu behindern. Mit Trillerpfeifen und rechten Parolen störten sie den Ablauf der Gedenkstunde, an der der Rabbiner der jüdischen Kultusgemeinde Avichai Apel beteiligt war. Zum ersten Mal behinderten Rechtsradikale eine Gedenkfeier mit jüdischer Beteiligung in Dortmund. Der Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Innenstadt-West hatte zu der Gedenkstunde, an der auch die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund teilnahm, eingeladen.
Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Dortmund reagiert bestürzt über die rechtsradikalen Störungen der Gedenkfeier. "Das öffentliche Gedenken an die Verbrechen der Nationalsozialisten darf nicht durch rechtsradikale Akteure bedroht werden", forderte der Vorstand der Gesellschaft. Die Politiker seien verantwortlich dafür, dass öffentliche Plätze wie der Wilhelmsplatz in Dorstfeld nicht durch Rechtsradikale gefährdet und die Neonazis strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen würden. Auch die präventive Jugendarbeit gegen rechtsradikale Einstellungen müsse - trotz der leeren öffentlichen Kassen in Dortmund - stärker gefördert werden.
In Dortmund Dorstfeld wurde in den vergangenen Wochen und Monaten eine Familie bedroht, die sich gegen Neonazis engagiert. Die Dorstfelder Synagoge stand in der Nähe des Dorstfelder Hellwegs. Sie wurde in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 geschändet und 1940 niedergerissen. Heute erinnert eine Gedenkskulptur an die Synagoge.
Von Frauen für Frauen: Neue Broschüre erschienen
Von der Ü30-Gruppe und den Lutherliesen über „Frauen in Schwarz“, feministische Gottesdienste bis hin zur Frauen- und Gleichstellungsarbeit reichen die Angebote der Frauen innerhalb der Evangelischen Kirche in Dortmund und Lünen. Um bei dieser Vielzahl nicht den Überblick zu verlieren, haben sich vier Frauen an die Arbeit gemacht, alles zu „sortieren“ und erstmals in einer Broschüre zusammenzufassen, die jetzt erschienen ist.
Heike Dahlheimer vom reinoldiforum, die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Renate Hubatsch und Anke Steger vom Kirchenkreis Dortmund-Mitte-Nordost stellten das Ergebnis ihrer Arbeit vor. Gestaltet hat die knapp 40-seitige Broschüre Marion Wedegärtner.
Nicht nur informieren soll die Broschüre, sondern auch einladen. „Wir wollen neugierig machen, so dass die eine oder andere Frau vielleicht Lust hat, in einer Gruppe mitzumachen“, erläutert Heike Dahlheimer. Die Geschichte der Frauenförderung in der Kirche stellt Renate Hubatsch in einem eigenen Abschnitt dar. Anke Steger ist überzeugt davon, dass eine solche Zusammenstellung für die gesamte Evangelische Kirche in Dortmund und Lünen längst fällig war. „Immerhin stellen Frauen die überwiegende Mehrheit der Mitglieder, die sich der Kirche verbunden fühlen und sich in der Kirche engagieren“, erklärt Anke Steger.
Der Inhalt des Heftes ist in drei Teile gegliedert: „Gemeindegruppen“, „Spirituelle und übergemeindliche Angebote“, „Arbeitsbereiche“. Den Abschluss bildet ein umfassender Serviceteil, in dem evangelische Kirchengemeinden mit Ansprechpartnerinnen alphabetisch aufgelistet sind.
Die Broschüre ist im reinoldiforum erhältlich, das montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet ist. Das Forum ist zu erreichen unter der Telefonnummer (0231) 555 79 111 oder unter info(at)reinoldiforum.de per Mail, im Internet unter www.reinoldiforum.de.
Kreiskirchentag 2010 – Bleiberecht für Flüchtlinge gefordert

- Klaus Wortmann vor der Synode des
Evangelischen Kirchenkreises Dortmund-Süd.
Foto: Stephan Schütze
Synode des Kirchenkreises Dortmund-Süd tagte
Strukturen und Finanzen waren oft genug die beherrschenden Themen auf den Synoden – den Parlamenten - der evangelischen Kirche. Das ist jetzt vorbei. Bei der Synode des Kirchenkreises Dortmund-Süd am Montagabend, 2. November 2009, im Gemeindehaus Sölde ging es um den Weg zu künftigen Inhalten der Gemeindearbeit.
Dennoch konnte Superintendent Klaus Wortmann in seinem Bericht an die Synodalen aus acht Gemeinden die Personalsituation im Kirchenkreis nicht völlig verschweigen – doch lautete der Tenor jetzt ganz anders als in früheren Jahren. Es sei deutlich, „dass die Kirchengemeinden auf einen personellen Engpass zulaufen.“ Allerdings führe diese Feststellung zu „keinem direkten Handlungszwang“, denn die Prognose beziehe sich langfristig auf die Jahre zwischen 2025 und 2029.
„Wie reich unser Kirchenkreis in den Gemeinden und den Diensten an guten Projekten“ ist, so Wortmann, soll ein Kirchentag extra für den Kirchenkreis Süd im nächsten Jahr zeigen. Geplant für den 19. September 2010 in der Georgs-Kirchengemeinde, Gemeindezentrum Aplerbeck-Mitte, soll er unter dem Motto „Brückentag“ stehen. Denn der Kirchentag will eine Brücke schlagen zu den muslimischen Nachbargemeinden, zum Partnerkirchenkreis Bolenge im Kongo und zwischen den Gemeinden des Kirchenkreises und den Einrichtungen des Verbandes. „Wir haben die Zusage des Generalsekretärs der Vereinigten Evangelischen Mission, Pfarrer Dr. Fidon Mwombeki“, so Wortmann, „im Gottesdienst die Predigt zu halten.“ Anschließend gibt es ein buntes Festprogramm mit Aktionen in und um das Gemeindehaus, aber auch Angebote von Stille und Kontemplation in der Georgskirche.
Einstimmig beschloss die Synode eine Erklärung zum Bleiberecht von Flüchtlingen. Hintergrund ist, dass ab nächstem Jahr nur noch langjährig geduldete Flüchtlinge aus dem Kosovo eine Aufenthaltserlaubnis erhalten, wenn sie ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen – was angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage oft nicht möglich ist. „Mehr als 14.000 Menschen werden Deutschland möglicherweise verlassen müssen“, befürchtet Pfarrer Ralf Wieschhoff, der Flüchtlingsbeauftragte des Kirchenkreises. Deshalb fordert die eine Fristenverlängerung und eine angemessene Berücksichtigung humanitärer Gesichtspunkte. „Sie bittet die Bundesregierung, die Bundestagsabgeordneten und die Parteien in Dortmund, in diesem Sinne tätig zu werden.“








