Verzweifelte Hilferufe von den Partnern aus Sri Lanka

Superintendent Stamm wendet sich im Namen des Kirchenkreises an die Bundeskanzlerin - Anzeichen für Völkermord an den Tamilen mehren sich.

Zur desolaten Lage in Sri Lanka hat der Superintendent des Kirchenkreises Dortmund-Mitte-Nordost, Paul-Gerhard Stamm, Ende September 2008 einen Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel verfasst. "Unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit beginnt in Sri Lanka ein von der Regierung gewolltes Aushungern großer Teile der tamilischen Bevölkerung", schreibt Stamm. Seit Jahrzehnten gibt es erhebliche Spannungen zwischen der singhalesischen Regierung und der tamilischen Bevölkerung  Nachdem der Bürgerkrieg für einige Jahre ausgesetzt war, hat sich die Lage nun in einem bisher nicht gekannten Ausmaß zugespitzt. Alle Anzeichen weisen darauf hin, dass ein Völkermord an den Tamilen beginnt.

Der Kirchenkreis Dortmund-Mitte-Nordost unterhält seit 25 Jahren eine Partnerschaft mit der Methodistischen Kirche von Sri Lanka. Dadurch liegen der evangelischen Kirche in Dortmund Augenzeugenberichte aus erster Hand vor. "Es erreichen uns verzweifelte Hilferufe, vor allem aus den unmittelbar betroffenen Regionen im Norden und Nordosten des Landes."  Aktuell erhielt der Superintendent Berichte, in denen von der Zerstörung von Gebetsstätten und von Ernährungszentren die Rede ist.

Durch den Abzug aller Hilfsorganisationen fehlt es an Nahrungsmitteln, insbesondere an Milchpulver für die kleinen Kinder. "Die Menschen hungern. Sie werden verhungern." Die medizinische Versorgung ist zusammengebrochen. Transportwege sind abgeschnitten. Die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung ist eingeschränkt. Die Pressefreiheit ist in weiten Teilen des Landes aufgehoben. Von dem Krieg seien insbesondere die am meisten Verletzlichen - die Kinder und die alten Menschen - betroffen, heißt es weiter in dem Bericht. Viele seien durch die anhaltenden Kampfhandlungen traumatisiert.

UN-Berichte sprechen von 200.000 Vertriebenen in der Region Vanni im Nordosten der Insel. "Wir erleben eine gezielte Politik der Regierung in Colombo, die das `Problem´ der tamilischen Bevölkerung durch einen Genozid lösen will. Fundamentale Menschenrechte werden verletzt und gebrochen", fasst der Superintendent zusammen.

Er fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, den Menschenrechtsskandal zum Thema der bilateralen Beziehungen zu machen und ihn im europäischen Kontext zur Sprache zu bringen. "Wir bitten Sie dringend, alle Ihnen zur Verfügung stehenden Wege und Möglichkeiten zu benutzen, um das Leid der betroffenen Zivilbevölkerung zu beenden."

Der Offene Brief wurde am Sonntag, 28. September 2008, in der Reinoldikirche und in weiteren Gottesdiensten in Dortmunder Kirchen verlesen. Gottesdienstbesucher haben die Möglichkeit, zu unterschreiben. Der Partnerschaftskreis unterstützt den Brief.

Der Brief im Wortlaut

Nicht wegsehen: Völkermord in Sri Lanka beginnt

Sehr geehrte Bundeskanzlerin Frau Merkel
In großer Sorge um die tamilische Bevölkerung in Sri Lanka schreiben wir Ihnen diesen Brief.
Unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit beginnt in Sri Lanka ein von der Regierung gewolltes Verhungern großer Teile der tamilischen Bevölkerung.
Bitte schalten Sie sich ein und machen Sie den Menschenrechtsskandal zum Thema der bilateralen Beziehungen und auch thematisieren Sie bitte diesen Menschenrechtsskandal im europäischen Kontext.
Der Evangelische Kirchenkreis Dortmund-Mitte-Nordost unterhält seit 25 Jahren eine Partnerschaft mit der Methodistischen Kirche Sri Lanka.
Durch einen regelmäßigen Austausch von Delegationen und auf anderen Kommunikationswegen erhalten wir umfassende Nachrichten aus dem Inselstaat.
Mit großer Sorge und Betroffenheit verfolgen wir die aktuelle Entwicklung und Eskalation des Bürgerkriegs.
Es erreichen uns verzweifelte Hilferufe, vor allem aus den unmittelbar betroffenen Regionen im Norden und Nordosten des Landes, wo unsere Brüder und Schwestern der methodistischen Kirche und anderer Kirchen versuchen, den Menschen in ihrer unmittelbaren Not beizustehen.

  • Die Situation der zivilen Bevölkerung - vor allem der Kinder, der Alten und der Vertriebenen - hat sich seit dem erzwungenen Rückzug der nationalen und internationalen Hilfsorganisationen (NGO) Anfang September noch einmal dramatisch verschlechtert.
  • UN-Berichte sprechen von 200 000 Vertriebenen in der Region Vanni (Nordosten der Insel)  - die Menschen dürfen die Kriegsgebiete nicht verlassen, sie werden zwischen den Fronten hin-und hergetrieben.
  • Durch den Abzug aller Hilfsorganisationen gibt es keine unmittelbare Versorgung mehr - es fehlt an Nahrungsmitteln - insbesondere an Milchpulver für die kleinen Kinder - die Menschen hungern - werden verhungern.
  • Die medizinische Versorgung ist zusammengebrochen, wie auch die Bereitstellung von behelfsmäßigen Unterkünften und die Errichtung sanitärer Anlagen.
  • Der Zugang zu dieser Region sowie die notwendigen Transportwege sind verschlossen.
  • Die Telekommunikationsnetze sind abgeschaltet.
  • Die Bewegungsfreiheit der zivilen Bevölkerung ist eingeschränkt und ebenso die freie Meinungsäußerung. Die Pressefreiheit in den von der LTTE kontrollierten Gebieten und anderen Teilen im Land ist aufgehoben.

Eine menschliche Tragödie - vor der Außenwelt bewusst verborgen -  spielt sich ab.
Wir erleben einen gezielte Politik der Regierung in Colombo, die das `Problem´ der tamilischen Bevölkerung und die jahrzehntelangen Auseinandersetzung mit der LTTE (Tamile Tiger) durch einen Genozid lösen will. Fundamentale Menschrechte werden verletzt und gebrochen.
Wir verweisen auf die von Augenzeugen verfassten Dokumente in der Anlage, besonders auf den Appell der Methodistischen Kirche in Sri Lanka, und bitten Sie dringend, alle Ihnen zur Verfügung stehenden Wege und Möglichkeiten zu nutzen, um das Leid der betroffenen Zivilbevölkerung zu beenden.

Mit freundlichem Gruß
Paul-Gerhard Stamm, Superintendent

Dortmunder Spendenparlament tagte zum achten Mal

Foto Präsidium spendobel
Das Dortmunder Spendenparlament wählte im September 2008 im Dortmunder Rathaus
die neuen spenDObel Projekte aus.

In sieben Jahren 430.000 Euro für soziale Projekte

In sein achtes Jahr geht jetzt „spendobel“, das Dortmunder Spendenparlament. Am Dienstag, 23. September 2008, kamen die Spendenparlamentarier im Dortmunder Rathaus zusammen, um über künftige unterstützungswürdige Projekte zu beraten. Insgesamt zwölf Vorschläge standen zur Diskussion. Zehn davon haben die Parlamentarier ausgewählt, für die sie in den nächsten zwölf Monaten die Werbetrommel rühren.

Die meisten Stimmen erhielt die Initiative „komm-kids-com“. Der Verein in der Dortmunder Nordstadt bietet 85 sozial benachteiligten Schülern einen Mittagstisch. Er hilft mit Hausaufgabenbetreuung und gibt Tipps für die Freizeitgestaltung. Auf den zweiten Platz kam der Kinderschutzbund mit seiner „Nummer gegen Kummer“. Ehrenamtlich Engagierte bieten für Kinder und Jugendliche eine anonyme telefonische Beratung. Mehr als 10.000 Mal jährlich klingelt hier das Telefon. Auch „Frauen helfen Frauen“, die Drogenberatung und die Mitternachtsmission, eine Beratungsstelle für Prostituierte, gehören mit zu den ausgewählten Projekten.

spendobel, gegründet 2001 auf Initiative der Evangelischen Kirche, ist eines von rund 20 Spendenparlamenten in Deutschland. Es unterstützt ausschließlich soziale Projekte mit einem lokalen Bezug zur Stadt Dortmund. Wie schwer es diese Initiativen haben, finanziell auf sicheren Füßen zu stehen, verdeutlichte Jutta Geißler-Hehlke, Leiterin der Mitternachtsmission und Referentin des Abends. „Die kleinen selbstständigen Projekte zittern jeden Tag um den Fortbestand ihrer Arbeit.“ Sie leben, so Geißler-Hehlke, von der Hand in den Mund und ihnen bliebe nur „betteln, baggern, beten.“ Zwar gebe es scheinbar genügend Wohlfahrtsverbände, Serviceclubs und kommunale Geldtöpfe zur Finanzierung der Arbeit, doch „diese Gelder sind heiß umkämpft“. Beten müsse man deshalb, damit das Betteln und Baggern „auch klappt“.

Dennoch gibt es viele Spendenwillige. „Ihnen wollen wir seriöse und förderungswillige Spendenobjekte vorstellen“, so Hans-Jürgen Klems, Präsident von spendobel. „Hauptsächlich sind es kleine Projekte, die in der Regel von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen werden.“ Die Spenden fließen zu hundert Prozent in die Projekte. Anteilige Personal- und Sachkosten trägt die Evangelische Kirche. In den vergangenen sieben Jahren konnte spendobel mehr als 430.000 Euro für insgesamt 71 Projekte einwerben. Für die jetzt ausgewählten Projekte sollen es 74.000 Euro werden.

www.spendobel.de.

Pflegebegleiter stärken pflegende Angehörige

Gruppenbild Pflegebegleiter
Mehr als 80 Pflegebegleiter trafen sich im Reinoldinum.

Landesweites Treffen in Dortmund

Zu einem Pflegebegleitertag waren Mitte September 2008 mehr als 80 Pflegebegleiter aus ganz NRW zusammengekommen. Sie sind Teil eines bundesweiten Modellprojektes, das sich zu Aufgabe macht, pflegende Angehörige zu begleiten.

Der Hintergrund: Der größte Pflegedienst ist weder die Diakonie noch die Caritas oder AWO, sondern die eigene Familie. 90% der älteren Menschen werden zu Hause ge-pflegt. Deshalb haben Pflegebegleiter als bürgerschaftlich Engagierte es zu ihrer Aufgabe gemacht, pflegende Angehörige nicht allein zu lassen. Sie hören ihnen zu, informieren über Entlastungs- und Betreuungsangebote und machen darauf aufmerksam, dass die Pflegenden auch an die eigene Gesundheit denken müssen.

„Wir sind hier in NRW sehr erfolgreich“, so Monika Leifels, eine der Leiterinnen und Ausbilderinnen der Pflegebegleiter. Zusammen mit ihrer Kollegin Marlies Schäfer hat-te sie den Pflegebegleitertag organisiert. Landesweit gibt es mittlerweile über 400 Pflegebegleiter, die sie und andere Projektinitiatoren an insgesamt 19 Standorten ausgebildet haben. Unter ihnen hat sich Dortmund mit dem Diakonischen Werk als Kooperationspartner besonders engagiert.
Ein Ergebnis des Pflegebegleitertages ist die Verabredung der Beteiligten, sich in NRW zu einem Netzwerk zu verbinden.

Weitere Informationen zur Vermittlung von Pflegebegleitern oder zur Ausbildung gibt es im Seniorenbüro Hörde.
Ansprechpartnerin ist Stella Schlichting, Telefon: (0231) 5023311.

Informationen zu den Dortmunder Seniorenbüros im Internet
Auf der Seite des Diakonischen Werkes Dortmund und Lünen gGmbH
Auf der Internetseite der Stadt Dortmund

Dortmunder Reinoldiforum erhält Ehrenpreis

Foto vom reinoldiforum
Auszeichnung für das Reinoldiforum: Der Ehrenpreis der Stiftung zur Bewahrung
kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland
(Stiftung KiBa) geht nach Dortmund.

Stiftung KiBa: Architektonisch beispielhaft
Dortmund. Auszeichnung für das Reinoldiforum: Der Ehrenpreis der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) geht nach Dortmund. Das hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) jetzt mitgeteilt.

Die Evangelische St. Reinoldi-Gemeinde und das Architekturbüro Schulte-Ladbeck in der östlichen Ruhrgebietsmetropole erhalten den Ehrenpreis für das gläserne Informationszentrum, das vor zwei Jahren an die mittelalterliche Stadtkirche angebaut wurde. Mit diesem Projekt, so die Begründung der Jury, sei „das zeitgemäße Konzept einer informierenden und einladenden Kirche architektonisch beispielhaft anschaulich gemacht“. Das Reinoldiforum präsentiert Angebote und Dienstleistungen der Evangelischen Kirche, informiert über Gemeinden, Kirchenkreise und Diakonie. Mehr als 17.000 Besucherinnen und Besucher konnte es bisher begrüßen.

Der Preis der Stiftung KiBa, für den Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee die Schirmherrschaft übernommen hat, wird in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben. Die drei anderen Gewinner sind Gemeinden in Steffenshagen (Mecklenburg), Einbeck (Niedersachsen) und in München.

Die Verleihung findet am 24. Oktober 2008 im Rahmen des Evangelischen Kirchbautages in Dortmund statt. Für die Auszeichnung, die von der Bank für Kirche und Diakonie unterstützt wird, hatten sich 60 Gemeinden aus ganz Deutschland beworben. Die meisten Bewerbungen kamen aus Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg. Der fünfköpfigen Jury, die über die Preisträger entschieden hat, gehörten an: Helge Adolphsen (Hamburg), Präsident des Evangelischen Kirchbautages; Alfred Buß, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen; Diplom-Ingenieurin Anne Sick, Leiterin des Bauamtes der Evangelischen Kirche in Baden; Dr. Paul Zalewski, Professor für Bauforschung und Denkmalpflege an der Universität Hannover; Dagmar Reim, Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB).

www.reinoldiforum.de
www.sanktreinoldi.de
www.ekd.de
www.stiftung-kiba.de

2. biofair-Tag in der ev. Elias-Gemeinde

Das Umweltteam der Elias-Gemeinde Dortmund präsentiert den 2. biofair-Tag am 28. September 2008 in Kooperation mit dem Bezirk Dortmund Oespel.

Umweltschutz und Umweltmanagement ist keine Arbeit, die im stillen Sitzungszimmer stattfindet. In der Elias-Kirchengemeinde ist Umweltschutz aktiv und öffentlich. Zum Beispiel mit dem 2. biofair-Tag am 28. September in Dortmund- Oespel. Öko-Fairer Handel steht an diesem Tag im Mittelpunkt des Interesses.

Das dieses Thema brandaktuell ist zeigen die jüngsten Diskussionen in den Medien sowie das Impulspapier der VKK-Dortmund. Nach dem der erste Bio- Fair-Tag im Oktober letzten Jahres ein voller Erfolg wurde, hat sich die Gemeinde dazu entschlossen, diesen besonderen Tag zu einer festen Institution werden zu lassen. Am 28. September 2008 ab 10 Uhr wird, diesmal im Oespler Gemeindebezirk, gefeiert, gekocht, gegessen, unterhalten und informiert. Erdacht ist dieser Tag, den Gästen das Umweltprojekt „Grüner Hahn“ bekannt zu machen und die Arbeit vorzustellen, die dort geleistet wird. Aber was nun in aller Welt hat denn Umweltmanagement mit öko-fairem Handel zu tun? Genau darauf gibt es beim biofair-Tag Antworten. Wir als Verbraucher bestimmen maßgeblich mit, was auf unseren Tellern landet, unter welchen Bedingungen unsere Nahrung entsteht und wer daran was verdient. Doch um sich bewusst für Nachhaltigkeit zu entscheiden brauchen wir die entsprechenden Informationen. Das Umweltteam informiert zu diesem Thema und zeigt dazu preisgekrönte Filme. Und das biofair. nicht nur nachhaltig ist sondern auch lecker ist, davon überzeugen Sie sich am besten selbst. Seien Sie herzlich eingeladen dabei zu sein!

  • Erntedank Gottesdienst
  • Verkaufsstände der Bioanbieter
  • Eine-Welt-Laden
  • Filmvorführung
  • Mittagtisch und Kuchen aus Biolebensmitteln
  • Probierstände Verbraucherberatung
  • und gute Unterhaltung

Bio-Fair-Tag

28. September 2008
10 - 17 Uhr
Bezirk Dortmund Oespel
Gemeindehaus Dortmund-Oespel, Auf der Linnert 16

Evangelische und Katholische Kirche grüßen Muslime zum Fastenmonat Ramadan

Die Superintendenten der Evangelischen Vereinigten Kirchenkreise haben gemeinsam mit der Katholischen Stadtkirche ein Grußwort zum Fastenmonat Ramadan (1. September bis 29. September 2008) an die Muslime gerichtet. Die Superintendenten und der Propst wünschen ihnen zum Ramadan "gesegnete Tage".

Das Schreiben drückt die Hoffnung auf ein weiteres friedliches Zusammenleben der Religionen und Kulturen aus. "Dazu gehört das Gespräch miteinander, Interesse am nachbarschaftlichen Zusammenleben und ein offenes Auge für die Mitmenschen. Dazu gehört für uns auch der interreligiöse Dialog der Christen, Muslime und Juden in dieser Stadt." Die Vertreter der Evangelischen und der Katholischen Kirche wünschen den Abbau von Vorurteilen und den Aufbau eines respektvollen, freundschaftlichen Miteinanders. "Suchen wir gemeinsam nach Wegen der sozialen Gerechtigkeit und des Friedens. Vielleicht erwächst daraus ein neues Verstehen, das Trennendes nicht verschweigt und Gemeinsamkeiten entdeckt."

Unterzeichnet ist das Schreiben von Jürgen Lembke (Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Kirchenkreise Dortmund und Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Lünen), Paul-Gerhard Stamm (Superintendent des Kirchenkreises Dortmund-Mitte-Nordost), Klaus Wortmann (Superintendent des Kirchenkreises Süd), Michael Stache (Superintendent des Kirchenkreises West) und Andreas Coersmeier (Propst und Stadtdechant der Katholische Stadtkirche).

Das Grußwort ist an rund 30 Moscheevereine und an den neuen Rat der Muslime gerichtet. Die Islambeauftragten der beiden Kirchen werden das Grußschreiben in den nächsten Tagen auch bei Einladungen zum Fastenbrechen an etliche Gemeinden selbst weiterreichen. Erstmals gab es im letzten Jahr ein gemeinsames Grußwort der Evangelischen und der Katholischen Kirche an die muslimischen Gläubigen anlässlich des Ramadan.

Der Brief als pdf-Datei zum Herunterladen, Größe 111KB: ramadanbrief2008.pdf

Rettet Reinoldi

Foto: Turm St. Reinoldi Dortmund
Der Turm an St. Reinoldi
ist eingerüstet.
Umfassende
Sanierungsarbeiten
stehen an.

Rund drei Millionen Euro werden für umfassende Sanierungsarbeiten am Wahrzeichen Dortmunds, St. Reinoldi, benötigt. Deshalb hat sich nun die Initiative "Rettet Reinoldi" gegründet.

Die evangelische Kirche stellt 600.000 Euro für die Sanierung bereit. Um die übrigen 2,4 Millionen aufzubringen, hat nun ein Bündnis die Kampagne „Rettet Reinoldi“ ins Leben gerufen. Diesem Bündnis gehören neben dem Superintendenten Paul-Gerhard Stamm und den Pfarrern Ulrich Dröge und Michael Küstermann die Medienleute Günther Rager (media conluting team), Jürgen Wallinda-Zilla (Zilla Medienagentur), Armin Hingst (Gestaltmanufaktur) sowie Professor Thomas Schilp an.

Die drei Millionen werden benötigt, um den Turm und die Fassade zu restaurieren sowie um das historische Fenster zum Schutz zu verglasen.

Die Initiative „Rettet Reinoldi“ hofft auf eine breite Unterstützung in der Bevölkerung. Bereits für 100 Euro könne man einen symbolischen Wiederaufbau-Stein erwerben, so Superintendent Stamm. Auf Firmenkunden, die bereits Summen in Aussicht gestellt haben, hofft Jürgen Wallinda-Zilla. „Die fünf Euro vom Geburtstagsbesuch in der Gemeinde sind uns genauso wichtig“, erklärte Pfarrer Dröge.

Mit kreativen Marketing-Ideen will die Initiative in den nächsten Monaten Geld einwerben. Prominente Unterstützer hat sie bereits gewonnen: Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer unterstützt die Kampagne ebenso wie der Filmemacher Adolf Winkelmann und IHK-Präsident Uwe Dolezych. Auch ein Sponsor hat sich bereits gefunden: Die ersten 30.000 Flyer werden kostenlos in der Druckerei der Ruhr Nachrichten produziert. Das Layout hat die Gestaltmanufaktur zur Verfügung gestellt.

Professor Thomas Schilp ist sich sicher, dass die Initiative „Rettet Reinoldi“ Erfolg haben wird: „Die Reinoldi-Kirche ist schließlich das Wahrzeichen Dortmunds. Die Bürger identifizieren sich damit“.

Weitere Informationen

Dortmunder Museumsnacht

Plakat Dortmunder DEW Museumsnacht 2008
Plakat der Dortmunder DEW
Museumsnacht 2008

Am Samstag, 20. September 2008, findet wieder die Dortmunder Museumsnacht statt. Auch die Stadtkirchen St. Reinoldi und St. Marien beteiligen sich am Programm.

St. Reinoldi
zeigt sich von 17 bis 1 Uhr "in einem anderen Licht":

  • Um 17 Uhr gibt es eine Kirchenführung, in der mittelalterliche Kostbarkeiten gezeigt werden.
  • Um 19.30 Uhr und um 20.30 Uhr spielt das Uwaga! Quartett in der ungewöhnlichen Besetzung von zwei Violinen, Akkordeon und Bass klassiche Musik, Musette, Jazz und Csardas.
  • Chormusik und Improvisationen gibt es mit dem Kammerchor an St. Reinoldi um 21.30 Uhr.
  • Mit einem Konzert für Trompete (Frank Düppenbecker) und Orgel (Klaus Müller) klingt der Abend um 0.30 Uhr aus.

www.sanktreinoldi.de

St. Marien
Das Programm dort steht ganz im Zeichen der kunsthistorlischen Schätze:

  • Um 16.15 Uhr gibt es eine Führung zum Marienaltar im Hohen Chor.
  • Um 17 Uhr wird die Kunstverglasung von 1971 erklärt.
  • Um 17.30 Uhr steht eine spirituelle Kirchenführung zum Thema "Wasser" auf dem Programm.
  • Um 19 und um 21 Uhr gibt es jeweils Konzerte mit Chorwerken, gesungen von der Camerata Mariana.
  • Um 20 Uhr werden die aus den Trümern des Zweiten Weltkriegs geretteten Kostbarkeien erläutert.
  • Um 22 Uhr geht es um die Bedeutung und Geschichte der Sakramentsnische.
  • Um 23 Uhr werden die Stiftungen der Berswordt-Dynastie erläutert.

Programme und Eintrittskarten gibt es auch im reinoldiforum
www.reinoldiforum.de 

Weitere Informationen im Internet
http://www.dortmunderdewmuseumsnacht.de/

Religionen für Frieden und Dialog

Am 11. September: Mahnwache vor der Reinoldikirche

Am 11. September sind sieben Jahren seit den Anschläge in den USA vergangen. Zum Gedenken laden Gläubige verschiedener Dortmunder Religionsgemeinschaften in der Zeit von 12 bis 14 Uhr zu einer Mahnwache vor der St. Reinoldikirche ein.

Bei der Mahnwache werden u.a. Friedrich Stiller von der Evangelischen Kirche, Marlies Haarmann von der Katholischen Kirche, Ahmad Aweimer, Mitglied im Rat der muslimischen Gemeinden in Dortmund und Rabbiner Avichai Apel von der jüdischen Gemeinde sprechen. Sie möchten mit ihr ein „Zeichen für Frieden und Dialog“ setzen, so der Aufruf zur Mahnwache. „Mit Nachdenk-Texten, gemeinsamen Schweigen und Musik treten wir ein gegen Hass und Gewalt.“ Für meditative Musik sorgt Christoph Gehrmann vom Caritas-Verband.

Nach den Angriffen auf das World-Trade-Center und das Pentagon hatte sich schnell, auch hier in Deutschland, das politische Trauma in ein antiislamisches Gefühl gewendet. Als Reaktion hierauf hatte im Oktober 2001 die „Dortmunder Kontaktgruppe der Kirchen mit Moscheevereinen“ erklärt: „Wir bitten die Menschen in den Kirchengemeinden und Moscheevereinen, wir bitten Christen, Muslime und Juden sowie alle Dortmunderinnen und Dortmunder, aufeinander zuzugehen, vorhandene Kontakte zu pflegen und Begegnung und Nachbarschaft weiterzuentwickeln, jetzt erst recht. … Wir mahnen, den Weg des Friedens zu gehen und nicht der Gewalt.“

"Pervers" ist das einzige Wort, was einem dazu einfÀllt

Foto von OB Langemeyer und Anders-Hoepgen auf dem Podium
„Wir wollen euch in unserer Stadt nicht“, rief Hartmut Anders-Hoepgen den Neonazis auf
der Gegenkundgebung "Dortmund bunt statt braun" entgegen.

Kundgebung gegen „Rechts“ auf dem Platz der Alten Synagoge

1.000 Neonazis, etwas weniger Gegner, über 1.000 Polizeibeamten – das sind die Ereignisse in nackten Zahlen, die sich am Samstag, 6. September 2008, zum wiederholten Mal in Dortmund abgespielt haben. Dahinter verbergen sich Unverständnis und Wut. Gegen den Nazi-Aufmarsch rief die Evangelische Kirche in Dortmund und Lünen zum Protest auf. „Pervers“ sei das einzige Wort, was einem dazu einfällt, kommentierte eine junge Frau von der sozialistischen Jugend, den Falken, den Aufmarsch der Nazis zum Antikriegstag. Das Widerliche sei, dass sie Jugendliche ködern. „Wir fordern mehr politische Bildung.“ So die Falken. Der Sonderbeauftragte der von der Stadt Dortmund neu eingerichteten Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus, Hartmut Anders-Hoepgen, unterstrich diese Forderung ausdrücklich. Gegen den Aufmarsch der Rechten moderierte er eine Kundgebung auf dem Platz der Alten Synagoge vor dem Theater. „Wir wollen euch in unserer Stadt nicht“, rief er in Richtung Saarlandstraße, wo sich die Nazis wenig später postierten, um durch die Stadt zu marschieren. „Dortmund – bunt statt braun“ lautete nicht nur das Motto der Veranstaltung auf dem Theatervorplatz. Musik, Kabarett und antifaschistische Texte, die unter die Haut gingen, war die Antwort auf die Nazi-Parolen. Viele Gruppen und Organisationen unterstützten den Protest.

Die Evangelische Kirche in Dortmund und Lünen startete eine Kampagne unter dem Motto „Nächstenliebe verlangt Klarheit – Evangelische Kirche gegen Rechtsextremismus“. „Unser Vorstand hat bereits letztes Jahr zum Aufmarsch im Mai erklärt, dass wir evangelische Christen nicht tatenlos zusehen können, wenn Neonazis durch Dortmund marschieren“, so Jürgen Lembke, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Kirche. „Der Neonazismus propagiert eine Ideologie der gewollten Ungleichheit und verleugnet damit die Gottesebenbildlichkeit“, ergänzt Pfarrer Friedrich Stiller. In der kommenden Zeit sollen unter Federführung des Kirchenkreises Dortmund-West Workshops und Veranstaltungen zum Thema organisiert werden. Superintendent Michael Stache hofft: „Das Banner mit dem Kampagnenmotto wird dann bald an möglichst vielen Dortmunder Gemeindehäusern zu sehen sein.“ An einem Infotisch verteilten Vertreter der Evangelischen Kirche erstmals die CD „Starke Stimmen gegen Rechts“ der Bundesinitiative „Gesicht zeigen“ an Jugendliche. Das war eine Antwort auf die bekannte „Schulhof-CD“ der Neonazis. Die Studierendengemeinde zeigte Exponate der erfolgreichen Ausstellung „Nach dem Rechten sehen“.

Pfarrer Michael Westerhoff als neuer Leiter des evangelischen Bildungswerkes eingefÃŒhrt

Foto Einführung Pfr. Westerhoff
Michael Westerhoff (2.v.l.) ist neuer Leiter
des Fachbereiches Bildung.
Foto: Stephan Schütze

Michael Westerhoff (vorn 2.v.l.), bisher Pfarrer der evangelischen Philippus-Kirchengemeinde Dortmund, ist am 5. September 2008 als neuer Leiter des evangelischen Bildungswerkes und des Fachbereichs Bildung im Rahmen eines Gottesdienstes in der Marienkirche offiziell eingeführt worden. Michael Stache (vorn l.), Superintendent des Kirchenkreises Dortmund-West, sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bildungswerkes gestalteten den Gottesdienst. Ein Empfang schloss sich an. Schon am 1. August des Jahres hatte Westerhoff seine Tätigkeit in dem neuen Bereich im Reinoldinum aufgenommen.

Familien-, Erwachsenen- und Frauenbildung gehören zu seinen zukünftigen Aufgaben im Bildungswerk. Zum gesamten Fachbereich Bildung, der ihm untersteht, zählen außerdem das Schulreferat, Bibliothek und Archiv sowie das Hausmanagement für das Reinoldinum.

1995 begann Westerhoff als Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Löttringhausen. Nach zwölf Jahren Dienst in Löttringhausen führte er seine Gemeinde in die Vereinigung mit den Nachbarkirchengemeinden Brünninghausen und Kirchhörde. Seine Erfahrungen als nebenamtlicher Gemeindeberater halfen hier, die Strukturen der neuen Gemeinde zu schaffen.

Religionen für Frieden und Dialog

Am 11. September: Mahnwache vor der Reinoldikirche
Am 11. September 2008 sind sieben Jahren seit den Anschläge in den USA vergangen. Zum Gedenken laden Gläubige verschiedener Dortmunder Religionsgemeinschaften in der Zeit von 12 bis 14 Uhr zu einer Mahnwache vor der St. Reinoldikirche ein.

Bei der Mahnwache werden u.a. Friedrich Stiller von der Evangelischen Kirche, Marlies Haarmann von der Katholischen Kirche, Ahmad Aweimer, Mitglied im Rat der muslimischen Gemeinden in Dortmund und Rabbiner Avichai Apel von der jüdischen Gemeinde sprechen. Sie möchten mit ihr ein "Zeichen für Frieden und Dialog" setzen, so der Aufruf zur Mahnwache. "Mit Nachdenk-Texten, gemeinsamen Schweigen und Musik treten wir ein gegen Hass und Gewalt." Für meditative Musik sorgt Christoph Gehrmann vom Caritas-Verband.

Nach den Angriffen auf das World-Trade-Center und das Pentagon hatte sich schnell, auch hier in Deutschland, das politische Trauma in ein antiislamisches Gefühl gewendet. Als Reaktion hierauf hatte im Oktober 2001 die "Dortmunder Kontaktgruppe der Kirchen mit Moscheevereinen" erklärt: "Wir bitten die Menschen in den Kirchengemeinden und Moscheevereinen, wir bitten Christen, Muslime und Juden sowie alle Dortmunderinnen und Dortmunder, aufeinander zuzugehen, vorhandene Kontakte zu pflegen und Begegnung und Nachbarschaft weiterzuentwickeln, jetzt erst recht. "Wir mahnen, den Weg des Friedens zu gehen und nicht der Gewalt."

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Begegnung mit den Religionen

Grafik Titel Begleitprogramm
Titel des Begleit-
programmes

Weltethos-Ausstellung in der Auslandsgesellschaft
Aus Anlass des Europäischen Jahres des Dialogs der Kulturen ist vom 4. bis  30. September 2008 im Foyer der Auslandsgesellschaft, Steinstraße 48 die Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ des bekannten Theologen Hans Küng zu sehen. Auch die Evangelische Kirche in Dortmund und Lünen, die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und die Arbeitsgruppe Interreligiöses Gebet beteiligen sich an dem Projekt.

Ziel der Ausstellung und des umfangreichen Rahmenprogramms ist, andere Religionen kennenzulernen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und ins Gespräch mit Andersgläubigen zu kommen. Die Ausstellung besteht aus 12 Tafeln. Sie stellt auf je einer Tafel die sechs großen Weltreligionen vor: Hinduismus, Chinesische Religion, Buddhismus, Judentum, Christentum und Islam.

Ausgehend von der „Goldenen Regel“ (Tue nicht anderen, was du nicht willst, dass sie dir tun) werden im zweiten Teil Grundregeln des Lebens (Ethos), die für die Religionen gelten, gezeigt und an Beispielen verdeutlicht.

Ausstellung
„Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“
Auslandsgesellschaft
Nordrhein-Westfalen e. V.
Steinstraße 48
44147 Dortmund

Öffnungszeiten
4. - 30. September 2008
montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr geöffnet.
An den letzten beiden Tagen nur bis 17 Uhr.

Öffentliche Führungen
am 9., 16. und 23. September
jeweils um 17.30 Uhr.

Begleitprogramm
pdf-Datei zum Herunterladen, 810 KB:
flyer_weltethos_programm.pdf

Weitere Informationen
Internetseite der Auslandsgesellschaft

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Stadt-Insel in Lünen besteht fünf Jahre

Familienfest am 14. September 2008
Die evangelische Stadt-Insel, das Haus für Kinder und Jugendliche in Lünen, wird im September 2008 fünf Jahre alt. Anlässlich dieses Geburtstages hat die evangelische Jugend Lünen für Sonntag, 14. September 2008 ein großes Familienfest auf der Stadt-Insel, Friedrichstraße 65b geplant.

Mehr als einhundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden gemeinsam mit vielen hunderten Menschen feiern. Eine Menge Aktionen und Attraktionen stehen auf dem Programm. Neben Kreativ- und Kulturangeboten ist auch für das leibliche Wohl sowie für Sport und Bewegung gesorgt.

Das Jubiläum startet um 11 Uhr mit einem Familiengottesdienst. Anschließend beginnt das bunte Treiben. Eine Besonderheit ist der Trödelmarkt. Dafür suchen die Organisatoren noch gut erhaltene Haushaltswaren, Kunstartikel und weitere Gegenstände, jedoch keine Kleidung. Darüber hinaus sollen auch Bücher zum Verkauf angeboten werden.

Wer seinen Dachboden, Keller oder seine Wohnung mal durchstöbern möchte kann dabei die Arbeit der Stadt-Insel unterstützen. Es besteht die Möglichkeit, seine Trödelsachen abzugeben am Freitag, 5. September und am Freitag, 12. September jeweils von 17 bis 18 Uhr an der Scheune auf dem Gelände hinter der Stadt-Insel (Virchowstraße).

Weitere Informationen unter www.stadt-insel.de.

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