Älteste Bibelanstalt der Welt feierte Geburtstag

Festgottesdienst mit Präses Alfred Buß (2.v.l.) in der St. Reinoldi-Kirche.
Foto: Stephan Schütze

Festgottesdienst in der St. Reinoldi-Kirche

EKvW. Die weltweit älteste Bibelanstalt, die von Cansteinsche Bibelanstalt in Westfalen, wird in diesem Jahr 300 Jahre alt – die „Werkstatt Bibel“ wurde vor 25 Jahren gegründet: Für die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) ein Grund zum Feiern. In einem Festgottesdienst anlässlich des Doppeljubiläums würdigte Präses Alfred Buß am 28. Februar 2010 in der Dortmunder St. Reinoldi-Kirche das theologisch und gesellschaftlich wichtige bibelmissionarische Engagement beider Einrichtungen.

Der Predigttext, das Gleichnis vom Wachsen der Saat (Markus 4, 26-29), ist für Buß auch Sinnbild für die Arbeit von Bibelanstalt und Bibelwerkstatt: Der biblische Bauer sät und erntet – doch Wachsen lässt Gott. Ohne dem geht es nicht. Dynamische Eigeninitiative und vertrauensvolle Zuversicht gehören zusammen. „Natürlich bleibt das Machen wichtig“, betonte Buß, „Der Bauer hat gesät. Von Canstein hat nimmermüde das Bibelwerk vorangetrieben und einen Vorschuss von etlichen Tausend Talern gegeben. Nein, es geht nicht ohne Machen. Das Wachsen der Saat setzt Initiative, Engagement und anstrengende Arbeit voraus. Martin Luther und Carl Hildebrand Freiherr von Canstein waren treue Sämänner.“

Aber: „Das Wachstum ist unverfügbar.“ In nicht zu überbietender Kühnheit, so Buß, sehe Jesus Christus in seinem Gleichnis den Schöpfer und Vollender der Welt in einem Getreidekorn am Werk und öffne damit die Augen für das beginnende Gottesreich, mitten unter uns. „Das Unspektakuläre lockt zum Glauben – provozierend in der Erlebnisgesellschaft.“ Zeit und Besonnenheit schenke das Gleichnis: „Unser Tun wird zum Vorletzten. Wir werden frei zum Handeln, ohne das Letzte von uns selbst zu fordern.“

Sein Fazit: „Glauben heißt, in Spannung leben und darauf vertrauen, dass Gott in dieser Spannung unser Leben trägt und hält. Solche gespannte Gelassenheit treibt uns an, aufs Feld zu gehen und Samen auszusäen – wie Luther oder Canstein damals und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der von Cansteinschen Bibelanstalt und der Werkstatt Bibel heute.“   

Von Cansteinsche Bibelanstalt in Westfalen e.V.

Die von Cansteinsche Bibelanstalt in Westfalen ist die älteste Bibelanstalt der Welt. Das Ziel des vor 340 Jahren geborenen Carl Hildebrand Freiherr von Canstein bei der Herausgabe seiner ersten Bibel war: „Preiswerte und gute Bibeln für alle“. Tatsächlich wurden die Bibeln zu einem für damalige Maßstäbe unglaublich geringen Preis verkauft. Das Neue Testament kostete zwei Groschen und die ganze Bibel sechs Groschen. Das entspricht einem heutigen Wert von einem bzw. drei Euro. Bis zum Jahr 1800 konnten in dem damals dünn besiedelten Deutschland genau 2.770.282 Bibeln und Neue Testamente verbreitet werden. Die 1710 in Halle/Saale gegründete Bibelanstalt hat ihre Geschäftsstelle heute in Dortmund – genauer gesagt im Amt für missionarische Dienste (AmD) der Evangelischen Kirche von Westfalen. Präsident ist der Theologe Professor Dr. Andreas Lindemann aus Bielefeld.

Werkstatt Bibel

„Werden hier vielleicht alte Bibeln repariert?“ So oder ähnlich reagieren manche, die die Bibelwerkstatt besuchen – noch unsicher, was sie erwartet. In der Tat: In dieser Werkstatt gibt es auch alte Bibeln zu sehen. Und wie die Bibel in drei Jahrtausenden in unzähligen Werkstätten abgeschrieben, gedruckt und schließlich gespeichert wurde und wird – darüber informiert die Ausstellung „Vom Papyrus zur CD-ROM – wie die Bibel zu uns kam“. Die Besucherinnen und Besucher können selbst zur Bibel greifen und aktiv werden. Mit Herzen, Mund und Händen kann man entdecken, wie lebendig die Texte der Bibel sind.
Dass Bibelarbeit mehr ist als Arbeit – das haben schon viele in der Bibelwerkstatt erlebt: Schüler und Konfirmandinnen, aber auch unterschiedliche Gruppen von Erwachsenen. Zu finden ist die „Werkstatt Bibel“ ebenfalls im Amt für missionarische Dienste (AmD) in Dortmund. Für Gruppen bis 25 Personen wird sie nach Voranmeldung jederzeit geöffnet. Dabei wird besonderes Augenmerk darauf gelegt, ein auf die jeweilige Gruppe abgestimmtes Programm anzubieten.

www.werkstatt-bibel.de

Barbara Sommer (Bildmitte), Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW hat die Evangelische Erwachsenenbildung im Dortmunder Reinoldinum besucht und sich über deren Arbeit informiert.
Foto Stephan Schütze

Informiert über Bildungskonzepte

Ministerin Sommer besuchte Evangelische Erwachsenenbildung

Barbara Sommer, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW hat die Evangelische Erwachsenenbildung im Dortmunder Reinoldinum besucht und sich über deren Arbeit informiert.

Bei dem Besuch stellte das Erwachsenenbildungswerk aktuelle Konzepte und Programme vor, die von besonderem gesellschaftlichem Interesse sind. Dazu gehören Angebote zur Förderung von Erziehungskompetenz in Familien, die Qualifizierung von Erzieherinnen und Erzieher in Kindertageseinrichtungen und Familienzentren sowie die Qualifizierung von Ehrenamtlichen zur Mitarbeit im Gemeinwesen und in sozialen und kirchlichen Einrichtungen. Von besonderem Interesse sind auch die stark nachgefragten Kurse zur Erlangung eines nachgeholten Schulabschlusses, die zahlreichen junge Erwachsenen eine zweite Chance geben und für die lange Wartelisten bestehen.

Der Geschäftsführer des Evangelischen Erwachsenenbildungswerkes Westfalen, Günter Boden und der Leiter der Evangelischen Erwachsenenbildung in Dortmund, Pfarrer Michael Westerhoff, hatten die Ministerin eingeladen.  Den Austausch mit der Ministerin suchten auch Kirchenrat Rolf Krebs, der Beauftragte der Evangelischen Kirchen bei Landtag und Landesregierung von Nordrhein-Westfalen sowie die Vertreter der westfälischen Landeskirche, Dr. Rainer Dinger und Werner Prüßner.

Herzenswünsche, die die Welt verändern

Gottesdienst und Vortrag zum Internationalen Frauentag

Das Frauenreferat der Evangelischen Kirche von Westfalen und die Stadtkirche St. Petri-Kirche in Dortmund laden zu zwei Veranstaltungen rund um den Internationalen Frauentag ein.

Am Sonntag, 7. März, findet um 11.30 Uhr ein Gottesdienst zum Thema "Was wäre wenn - Unsere Herzenswünsche, die die Welt verändern" statt. Der Gottesdienst wird von Pfarrerin Barbara von Bremen und Pfarrerin Dr. Britta Jüngst gestaltet. Michaele Mohr (Percussion) wird ihn musikalisch bereichern.

Um die "Unbändige Lust zu denken und zu lieben" geht es dann in einem Vortrag von der Philosophin und katholischen Theologin Dr. Irmgard Kampmann (Bochum) am Donnerstag, 11. März, um 19.30 Uhr. Er stellt die Mystik von Marguerite Porete und die Spiritualität intellektueller Frauen heute in den Mittelpunkt. Der Eintritt kostet sechs Euro (ermäßigt vier Euro).

Veranstaltungsort ist in beiden Fällen die St. Petri-Kirche in Dortmund am Westenhellweg.

Arbeitende Kinder achten – Ausbeutung ächten

Vortrag und Diskussion mit Johanna Fincke
Christliche Initiative Romero, Münster

Beim Thema Kinderarbeit gab es bisher eigentlich nur eine klare Position – sie gehört verboten und muss bekämpft werden. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) wie auch viele Kinderrechtsorganisationen haben große Anstrengungen unternommen, insbesondere in Afrika, Asien und Lateinamerika die Zustände anzuprangern. Doch nun gerät Bewegung in die Diskussion. Ausgehend von Lateinamerika haben sich in vielen Ländern des Südens Bewegungen arbeitender Kinder gebildet. Ihr Ziel ist es nicht nur, ihre Lebenssituation zu verbessern und Bildung für alle durchzusetzen. Die Mädchen und Jungen wollen auch, dass ihre konkreten Erfahrungen ihre Forderungen und Bedürfnisse weltweit anerkannt werden.

Johanna Fincke gibt einen Einblick in das Leben und Denken arbeitender Kinder und vermittelt neue Perspektiven. Sie stellt die Bewegung der arbeitenden Kinder und Jugendlichen in den Ländern des Südens vor und plädiert für eine neue Herangehensweise an das Phänomen Kinderarbeit. Ein kurzer Film zum Einstieg verdeutlicht die Vorurteile und Realitäten. So soll die die Veranstaltung einen differenzierten Blick auf das heikle Thema bieten: Ist ein pauschales Verbot von Kinderarbeit schädlich, brauchen Kinder ein Recht zu arbeiten? Welche Formen von Kinderarbeit sind akzeptabel, wo ist die Trennlinie zur Ausbeutung? Gibt es kindgerechte Arbeit in Würde, und lässt sich Schule und Arbeit vereinbaren? Der Abend ist eine Kooperation des Informationszentrums Dritte Welt Dortmund e.V., dem Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der EKvW (MÖWe) und der Evangelischen Kirche in Dortmund und Lünen.
Info: www.iz3wdo.de und www.moewe-westfalen.de

  • Arbeitende Kinder achten – Ausbeuterische Kinderarbeit ächten

    Donnerstag, 11. März 2010, 19.30 Uhr
    Reinoldinum, Schwanenwall 34, Dortmund

"Ende gut, alles gut": Zum Ende der Ehrenamtsbörse 2010 in der Reinoldikirche bot der Pantomime Klaus Renzel den Gästen und Veranstaltern ein "Comedy-Kurzprogramm".
Foto: Stephan Schütze

Ehrenamtsbörse in der Reinoldikirche

Der Pantomime Klaus Renzel bei der Ehrenamtsbörse 2010 in der
Reinoldikirche. Foto: Stephan Schütze

Mit Akrobatik, virtuosem Gesang und Gitarrenspiel setzte der Pantomime Klaus Renzel aus Münster der Ehrenamtsbörse am 24. Februar 2010 in der Reinoldikirche die Krone auf. Getreu dem Motto „Ende gut, alles gut“ brachte er mit seinem Comedy-Kurzprogramm Gäste und Veranstalter noch einmal kräftig zum Lachen.

Freuen konnten sich schon tagsüber Vertreter evangelischer Arbeitsbereiche, die für ehrenamtliche Mitarbeit die Werbetrommel rührten. „Einige haben gut Beute gemacht“, zog Matthias Mißfeldt, Leiter des Fachbereiches „Seelsorge und Beratung“ der Evangelischen Kirche in Dortmund und Lünen, eine positive Bilanz. Mißfeldt wies darauf hin, wie wichtig es sei, Werbung fürs Ehrenamt zu machen. „Wir brauchen Nachwuchs“, sagte er. So präsentierten kirchliche Anbieter wie „Seelsorge und Beratung“, „Kirche und Stadt“, „Bildung und Begegnung“ am Ehrenamtstag Arbeitsfelder, in denen ehrenamtliche Mitarbeit möglich ist. Von der Krankenhaus- und Altenheimseelsorge über die Bahnhofsmission bis hin zur Reisebegleitung beim Ferien- und Freizeitdienst und einem Mentorenprogramm im Bildungswerk reichen die Möglichkeiten, etwas Sinnvolles für andere Menschen zu tun.

Neben kirchlichen Einrichtungen war auch die städtische FreiwilligenAgentur vertreten sowie die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen, die Johanniter-Unfallhilfe, die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk, das auch für das leibliche Wohl sorgte und vor der Kirche Erbsensuppe anbot.

Anlauf- und Vermittlungsstelle fürs Ehrenamt ist das Reinoldiforum, Informationszentrum der Evangelischen Kirche Dortmund. Der neu erschienene „Katalog der Möglichkeiten“, der im Forum ausliegt, informiert ausführlich über Möglichkeiten, ehrenamtlich tätig werden zu können.

Weitere Informationen zum ehrenamtlichen Engagement gibt es telefonisch unter der Nummer 0231/555 79 111 oder im Internet auf der Seite www.reinoldiforum.de

"Bildung fängt bei Glaubensbildung an"

Professor Bernd Beuscher bei seinem Vortrag zum Thema "Evangelisches Bildungsverständnis in der Tradition der Reformation". Foto: Stephan Schütze

Bildungsexperten diskutierten in Dortmund über die Bedeutung der reformatorischen Bildungstradition

(EKvW) Die Höhe der Bildungschancen hängt nicht zu allererst vom Geld sondern von der Lebensenergie der Lernenden ab. Diese These vertrat Professor Bernd Beuscher (Evangelische Fachhochschule Bochum) bei der Tagung "Gestern so gut wie heute!?", zu dem das Evangelische Erwachsenenbildungswerk Westfalen Lippe e.V. und das Evangelische Familienbildungswerk Westfalen und Lippe e.V. in das Dortmunder Reinoldinum eingeladen hatten.

Bildung sei mehr als "ausgebildete Einbildung", so Beuscher. Vielmehr handele es sich um Veränderungsprozesse ins Offene. Mündigkeit sei dabei primär keine Frage des Verstandes sondern des Mutes. Nur wer einen großen Glauben habe, könne es sich leisten, viel zu denken.

Beuscher: Naiver Atheismus dominiert das geistige Klima

Das geistige Klima in Deutschland sei, so Beuscher, "von einem naiven und geistig anspruchslosen Atheismus dominiert". Besonders hinsichtlich theologischer Mündigkeit herrsche unabhängig vom Bildungsgrad eine große Armseligkeit, diagnostizierte Beuscher. Deshalb empfehle er besonders diejenigen Bewerberinnen und Bewerber zur Anstellung, die neben solider soziologischer, juristischer, psychologischer, organisatorischer und pädagogischer Fachlichkeit auch evangelisch gebildet und theologisch aufgeklärt seien.

Heute sei es eine drängende religionspädagogische Aufgabe, die "säkulare Vernunft" theologisch aufzuklären. Denn die Krise der Bildung beruhe letztlich auf der kurzsichtigen und unaufgeklärten Abkopplung von Glauben und Denken.

Verstärkt auf die Qualität der Bildungsangebote achten

Darüber hinaus sei es auch für kirchliche Bildungseinrichtungen wichtig, mehr auf die Qualität der Angebote zu achten und diese teurer zu verkaufen anstatt die Zahl der Angebote sowie die Teilnahmefrequenz an Weiterbildungsveranstaltungen zu erhöhen.

Alfred Buß, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, erinnerte in seinem Grußwort an das Leben des Reformators Philipp Melanchthon. Mit Blick auf sein Erbe gelte es heute, eine überlegte und qualitativ hochwertige Auswahl des Unterrichtsstoffes zu treffen, statt Schülerinnen und Schüler mit Wissen zu überfrachten.

Buß: Freude an der Leistung speist sich aus dem Dank für Gottes Gaben

Buß verurteilte die Leistungsmaximierung allein nach ökonomischen Prinzipien. Es werde viel zu sehr auf Produkte und Ergebnisse geschaut, anstatt nach den Ursachen fehlender Leistung zu fragen. Bezug nehmend auf die reformatorische Verhältnisbestimmung von Glaube und Leistung plädierte er für eine Freude an der Leistung, die sich aus dem Dank für Gottes Gaben speise. Buß: "Wenn der Bundesaußenminister mit Parolen durch die Lande zieht, kann man nur sagen: vorreformatorisch, Herr!"

Zugleich wendete er sich gegen den Auszug des Faches Religion aus den Schulen und wies auf mögliche Folgen hin: ein Schub sowohl für den Fundamentalismus als auch für den wissenschaftlichen Rationalismus.

Reformation hat zur Demokratisierung der Bildung beigetragen

"Die Reformation hat zur Demokratisierung der Bildung beigetragen", urteilte Superintendentin Annette Muhr-Nelson, die zusammen mit Fred Sobiech die Gäste im Dortmunder Reinoldinum begrüßte.

Am Nachmittag diskutierten Professor Rainer Brödel (Uni Münster), Annette Dellwig (Jugendbildungsstätte Nordwalde), Ulrike Kilp Aranmolate (Erwachsenenbildungswerk Dortmund), Fred Sobiech, Dr. Katrin Kaufmann (Ministerium für Generationen, Frauen, Familien und Integration des Landes NRW) und Heinz Huber (Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW) über die Bedeutung des reformatorischen Erbes für die pädagogische Praxis heute.

Evangelische Freiheit schützt vor Leistungsdruck

Präses Buß: Ohne Religionsunterricht verarmt schulische Bildung

Dortmund/Westfalen (EKvW). Wer aus der Freiheit des Glaubens heraus lernt, wird Leistungen erbringen, ohne sich einem schädlichen Druck auszusetzen. Diese Erkenntnis der Reformation ist nach Überzeugung von Präses Alfred Buß auch nach vor 500 Jahren noch wichtig für die pädagogische Praxis an den Schulen. Die Dankbarkeit gegen Gottes Gnade befreie von Überforderung, sagte der leitende Theologe der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) am 19. Februar 2010 auf einem bildungspolitischen Forum in Dortmund.

Buß: „Ein Mensch braucht nicht mehr zu leisten, was er gar nicht leisten kann. So spart er Energie, weil er nicht mehr versuchen muss, Unmögliches zu vollbringen.“ Demgegenüber sei die Forderung: „Leistung muss sich wieder lohnen“ ein Rückfall in vorreformatorische Denkstrukturen. Für den schulischen Bereich unterstelle diese Parole, dass gute Leistungen von Schülerinnen und Schülern nicht bereits ihren Wert in sich haben, sondern noch zusätzlicher Belohnung bedürfen, während Leistungsschwache zu bestrafen sind. Die Folge seien Anreize zur Leistungssteigerung nach ökonomischen Mustern. „Da ist es nur folgerichtig, wenn dem Notendruck in den Schulen auch die materielle Belohnung oder Bestrafung zu Hause folgt“, erklärte der Theologe. Entsprechend würden anhaltend schlechte Leistungen in der Schule zusätzlich mit Sitzenbleiben und im Wiederholungsfall mit der Abschulung und später mit schlechteren Chancen im Berufs- und Arbeitsleben bestraft. Die Erfolgreichen würden dagegen in ihrer Bildungslaufbahn und im späteren Leben fortschreitend privilegiert.

Freiheit des Glaubens an eine Wahrheit, über die kein Mensch verfügt

Der Präses äußerte sich auch kritisch zur Reduzierung des Religionsunterrichtes auf ein freiwilliges Angebot wie in Berlin. Der Religionsunterricht an den Schulen biete zumindest die Chance eines kritischen Umgangs mit der eigenen Tradition und damit der Entdeckung der „Freiheit des Glaubens an eine Wahrheit, über die kein Mensch verfügt“. Ohne ihn würde die schulische Bildung verarmen: „Die Fragen nach dem Woher und Wozu des Menschen, nach dem Jenseits der sichtbaren Welt und nach einem Leben jenseits des Todes können in solch einer Schule nur verkürzt beantwortet werden, wenn sie überhaupt noch gestellt werden.“ Der Wegfall des Religionsunterrichtes würde zu „einem kräftigen fundamentalistischen Schub“ führen – nicht nur bei Christen, Muslimen und Juden, sondern auch bei einem sich wissenschaftlich gebenden Atheismus.

Bunte Farben in der Fastenzeit

Die Künstlerin Annegret Reichmann (r.),
Presbyterinnen und Initiatorinnen
der Ausstellung Gela Mund (2.v.l) und
Janine Gregor (3.v.l) sowie Pfarrerin Annette Back präsentieren den Kreuzweg.
Foto: Stephan Schütze

Ausstellung des Kreuzweges in Wellinghofen

Die Gelsenkirchener Künstlerin Annegret Reichmann gestaltete den Kreuzweg, der von Aschermittwoch bis zum Ostersonntag, dem 4. April in der Alten Kirche Wellinghofen ausgestellt ist. Unter dem Motto "Bunte Farben in der Fastenzeit" lädt die Kirchengemeinde zur Kulturhauptstadt 2010 zu einer Veranstaltungsreihe mit Meditationen zu den Bildern der Ausstellung ein.

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 21. Februar, 10 Uhr mit einem Gottesdienst zum Auftakt und anschließendem Empfang und Gespräch mit der Künstlerin Annegret Reichmann.

Beginnend mit dem 25. Februar finden an jedem Donnerstag der Fastenzeit, 19 Uhr Abendandachten zu einem Kreuzwegbild in der Alten Kirche statt. Außerdem wird vom 28. Februar bis zum 28. März 2010 jeden Sonntag von 15 bis 17 Uhr die Alte Kirche für eigene Bildbetrachtungen, Stille und Gebet geöffnet sein.

Annegret Reichmann wurde 1959 in Gelsenkirchen geboren und erlangte 1990 den Master of Fine Art am "Art Institute of Chicago". Sie lebt und arbeitet in Gelsenkirchen und Portland, Oregon / USA.

Der von Annegret Reichmann gestaltete Kreuzweg fordert dem Betrachter zunächst einiges ab. Das imposante Werk, das aus vierzehn 1,20 mal 2,00 Meter hohen Bildern aus Leinwand besteht, besticht auf den ersten Blick durch seine Farbdynamik und abstrakte Formgebung. Der Kreuzweg Jesu handelt von Leid, Schmerz, Begegnung, Gewalt und Tod. Das Werk von  Annegret Reichmann jedoch scheint vordergründig ein Fest der Hoffnung, ja der Freude sein. Doch schaut man in die Tiefe, dann entdeckt man: Ihre Darstllungen des Kreuzweges sind vor allem Trostbilder, die den Betrachter im Glauben über das menschliche Leid und die Ohnmacht des Kreuzes hinausführen wollen.

10.000 Euro für guten Zweck

Zweimal 5.000 Euro hat die PSD-Bank für zwei Projekte des Dortmunder Spendenparlaments gespendet. Foto: Stephan Schütze

PSD Bank unterstützt Mitternachtsmission und Cookiemobil

Die PSD Bank Rhein-Ruhr unterstützt das Dortmunder Spendenparlament „spendobel“ mit einer Spende von 10.000 Euro. Gleich zwei Projekten, die „spendobel“ fördert, kommt die Spende zugute. Die Mitternachtsmission und das Cookiemobil teilen sich die Spendensumme.

Die Mitternachtsmission ist ein gemeinnütziger Verein, der sich um junge Prostituierte und Opfer von Menschenhandel kümmert. Allein 2008 wurden 77 Minderjährige beraten und intensiv betreut. Die Dortmunder Mitternachtsmission e.V. unterhält seit 1918 eine Beratungsstelle für Prostituierte und Opfer von Menschenhandel. Seit einigen Jahren wurde mit Sorge eine Zunahme von Minderjährigen in den verschiedenen Prostitutionsbereichen festgestellt, was auch gleichzeitig einen Mehraufwand an Beratung bedeutet. Um diese umfangreichen Milieubeobachtungen, Streetworker-Einsätze und ein weitreichendes Hilfeangebot gewährleisten und optimieren zu können, ist der Verein auf Spenden angewiesen.

Das Cookiemobil ist eine Küche auf Rädern, die Eltern und Kinder auf spielerische und begeisternde Weise an leckeres und gesundes Kochen heranführen will.

Informationen im Internet

Hospizlich leben

Predigtreihe in der Passionszeit

„Euer Herz erschrecke nicht“ ist das Thema der diesjährigen Predigtreihe in der Passionszeit. Veranstalter ist der Lebensraum Hospiz, die Evangelischen Hospiz- und Palliativdienste in Dortmund und Lünen.

Die Predigtreihe - es ist die neunte ihrer Art - findet in drei Kirchen der St. Reinoldi-Kirchengemeinde statt. Im Anschluss an die Gottesdienste gibt es Kaffee und Tee, Informationen und Gespräche.

Am Sonntag, 7. März, startet die Reihe in der Jakobus-Kirche (Eichendorffstr. 31), um 10 Uhr. Prediger ist Pfarrer Paul-Heinrich Blätgen (Thema „Die Augen offen halten“). Blätgen hat in Hamm die Hospizarbeit mitbegründet. Liturg ist Pfarrer Karl-Heinz Struve.

Fortgesetzt wird die Predigtreihe am Sonntag, 14. März um 10 Uhr in der Heliand-Kirche (Westfalendamm 190). Liturgin ist Pfarrerin Ursula Grundhoff. Die Predigt über „Mit Freude beginnen“ halten ehrenamtliche Mitarbeiterinnen in Gemeinde und Lebensraum Hospiz.

Die Reihe endet am Sonntag, 21. März, um 10 Uhr in der Melanchthon-Kirche (Melanchthonstr. 6). Volker Happe, Angehöriger eines Hospizgastes predigt zum Thema „Ich bin Gast gewesen“. Liturg ist Pfarrer Ulrich Dröge.

Die Gottesdienste wollen über die Hospizidee informieren und für sie werben. Erwachsen aus dem bürgerschaftlichen Engagement, ist sie auch heute ohne eine große Zahl ehrenamtlich Mitarbeitenden nicht denkbar. Zur Zeit arbeiten 61 Ehrenamtliche im Lebensraum Hospiz mit. Ihre Hilfe umfasst regelmäßige Besuche, Gespräche und Entlastung im Alltag. Sie alle sind in einem Qualifizierungskurs für ihr Engagement fachlich ausgebildet worden.

Wie das Alte Testament entstanden ist

Wie ist das Alte Testament entstanden? Diese Frage will an mehreren Abenden eine Gesprächsreihe „Theologie für Nichttheologen“ beantworten.
Die Bibel ist nicht „vom Himmel gefallen“. Sie ist im Laufe der Geschichte des Volkes Israel entstanden. Lieder und Erzählungen, Reden der Propheten und anderes wurden über Generationen hinweg weitergegeben und später aufgeschrieben. Die Geschichte vom Werden eines Volkes spiegelt sich in den Schriften des Alten Testaments wider. Die Gesprächsreihe geht an ausgewählten Texten dieser Geschichte nach.

  • Die Reihe beginnt am Dienstag, 23. Februar 2010 unter der Überschrift:
    "Altes Testament - was ist das?" mit den Schriften des Alten Testaments und wie sie überliefert sind.
     
  • Am 2. März geht es um mündliche Überlieferungen und erste Schriftzeugnisse aus der Frühzeit Israels.
     
  • „Propheten - kritische Mahner in politischen und religiösen Fragen“
    ist am 9. März Thema.
     
  • Abschluß der Reihe ist am 16. März mit
    „Gefangen in Babylon - Die jüdische Gemeinde sammelt sich um ihre Überlieferungen.“

Alle Veranstaltungen beginnen um
19.30 Uhr im
Gemeindehaus Oestrich,
Auf dem Brauck 7-9.

„Keine Kirche kann ohne die anderen Kirchen im vollen Sinne Kirche sein“

Heike Koch, Präses Alfred Buß und Peter Ohligschläger (von links).

Heike Koch verantwortlich für Ökumene, Mission und kirchliche Weltverantwortung – Nachfolgerin von Peter Ohligschläger

Dortmund/Westfalen. Heike Koch ist am Sonntag, 14. Februar 2010 als Leiterin des Amtes für Ökumene, Mission und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) in Dortmund von Präses Alfred Buß in ihr Amt eingeführt worden. In einem feierlichen Gottesdienst wurde auch ihr Vorgänger Peter Ohligschläger in den Ruhestand verabschiedet. Er war 30 Jahre im Bereich Ökumene der Evangelischen Kirche von Westfalen tätig, davon sechs Jahre als Leiter des Amtes für MÖWe.

Das Amt für MÖWe in Dortmund und in sieben Regionalstellen pflegt für die westfälische Kirche partnerschaftliche Beziehungen zu anderen Kirchen in Deutschland und weltweit. Es leistet theologische Grundsatzarbeit zu Fragen von Mission und Ökumene. Die christliche Verantwortung, etwa im Blick auf Globalisierung oder Klimawandel, wird durch die Arbeit des Amtes für MÖWe praktisch umgesetzt und mit Leben gefüllt. „Einander besuchen, die Anstrengungen einer Reise auf sich nehmen und so den anderen seine Wertschätzung zeigen, am Leben der anderen teilnehmen, eigene Standpunkte mal verlassen“ – so beschrieb Pfarrerin Heike Koch in ihrer Predigt ihr Selbstverständnis von Mission und Ökumene. Ein wesentliches Anliegen sei das ökumenische Lernen: „Miteinander fragen, forschen und lernen, wohin Gottes Weg uns führt.“ Sie unterstrich die weltweite Gemeinschaft der christlichen
Kirchen: „Keine Kirche kann ohne die anderen Kirchen im vollen Sinne Kirche sein!“

Präses Alfred Buß hob den Zusammenhang von Gerechtigkeit und Frömmigkeit hervor. Gottesdienst und Leben dürften nicht auseinanderfallen. Es gehe darum, „das Recht des Stärkeren durch die Stärke des Rechts zu ersetzen – auch in den internationalen Beziehungen unserer globalisierten Welt“, sagte der leitende Theologe der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Heike Koch, geboren 1966 in Bad Oeynhausen, studierte ab 1985 Theologie in Bielefeld-Bethel, Marburg, in Sao Leopoldo und Sao Paulo/Brasilien sowie in Bochum. Einen Teil ihrer praktischen Ausbildung absolvierte sie in der Missionsakademie an der Universität Hamburg. Berufliche Stationen der Pfarrerin waren zunächst die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen in Soest und die Evangelische Studierendengemeinde Bielefeld. Seit 2004 leitete sie die Regionalstelle Bielefeld des Amtes für MÖWe. Heike Koch arbeitet in zahlreichen Ausschüssen und Gremien mit, unter anderem im landeskirchlichen Ausschuss für Weltmission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung, im Arbeitskreis Evangelische Kirche am La Plata und als Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Bielefeld. Sie ist verheiratet.

Alles, was Atem hat, lobe Gott

Motiv des Weltgebetstags
2010. Quelle:
www.weltgebetstag.de

Weltgebetstag 2010: Liturgie aus Kamerun

Die Vorbereitungen zum diesjährigen Weltgebetstag am Freitag, 5. März, laufen auch in den Dortmunder und Lüner Kirchengemeinden auf Hochtouren. Frauen in Kamerun haben bereits die Liturgie der weltweit in etwa 170 Ländern stattfindenden Gottesdienste vorbereitet.

In vielen ökumenischen Vorbereitungsgruppen der Dortmunder und Lüner Kirchengemeinden sind Frauen dabei, den Weltgebetstag in ihrer Gemeinde zu planen.

Der Weltgebetstag 2010 steht unter dem Motto „Alles, was Atem hat, lobe Gott“. Mit Texten, Liedern und Symbolhandlungen laden Frauen und Männer ein, über Grenzen hinweg gemeinsam zu beten. Gleichzeitig bietet der Weltgebetstag Gelegenheit sich mit einem fremden Land auseinanderzusetzen.

Der zentrale Gottesdienst für Dortmund und Lünen findet ab 19 Uhr in der Markus-Kirche, Gut-Heil-Straße 12, statt. Zur Mitwirkung haben bereits der Gospelchor Canta-Strophe und der kamerunsche Chor „Angel‘s Voices“ zugesagt. Zu Beginn der Veranstaltung wird ein Projektchor initiiert. Die afrikanische Gemeinde in der Johanneskirche ist angefragt, sich musikalisch an dem Gottesdienst zu beteiligen. Einige Jugendliche werden den Gottesdienst mit Trommeln bereichern.

In den vergangenen Jahren fanden in Dortmund und Lünen rund 50 Gottesdienste zum Weltgebetstag statt mit schätzungsweise insgesamt ca. 5000 Besucherinnen und Besucher.

Weitere Informationen und Anmeldungen zum Werkstatt-Tag beim  Ortsausschuss Dortmund-Lünen für den Weltgebetstag,
Telefon: 0231/8494-450.

Weitere Gottesdienste zum Weltgebetstag finden Sie auf der Seite Gottesdienste

www.weltgebetstag.de

Kamerun - Afrika im Kleinen

Die Liturgie des Weltgebetstages 2010 stammt aus Kamerun. Das Land ist flächenmäßig etwa so groß wie Schweden und bezeichnet sich selbst als „Afrika im Kleinen“. Mit seiner 400 Kilometer langen Atlantikküste im Westen und einer Ausdehnung bis zum Tschadsee im Norden ist Kamerun eine Brücke zwischen West- und Zentralafrika.

Landschaftlich hat Kamerun viel zu bieten: schwarze Vulkanstrände, ursprünglichen Regenwald, Wasserfälle, Mangrovensümpfe, Hochgebirge, Seen, Savanne und Sahelzone. Die gut 18 Millionen Einwohner gehören über 200 Ethnien an und sprechen beinahe genauso viele Sprachen. Zu den offiziellen Landesprachen gehören Französisch und Englisch. Rund 50 Prozent der Bevölkerung ist christlich geprägt, 20 Prozent sind Moslems der Rest gehört zu den Anhängern der afrikanischen Religionen. Opferrituale zur Verehrung der Gottheiten sind hier auch im 21. Jahrhundert keine Seltenheit.

Von 1884 bis 1918 war Kamerun „Deutsches Schutzgebiet“. Ab 1919 stand das Land unter dem Mandat des Völkerbundes. Bis zu seiner Unabhängigkeit in den Jahren 1960/61 teilten es sich Großbritannien und Frankreich.

Heute ist Kamerun politisch relativ stabil. Es gibt kaum ethnische oder religiöse Konflikte. Jedoch herrscht hier, wie in vielen anderen Ländern, Korruption. Zudem ist das Land tief zwischen Arm und Reich gespalten.

Schülerinnen und Schüler des Evangelischen Bildungswerks haben gemeinsam mit Seniorinnen und Senioren beim Tag der Offenen Tür das Theaterstück „Lysistrata“ aufgeführt.
Foto: Stephan Schütze

Theater beim Tag der offenen Tür

Gemeinsames Theaterstück des Evangelischen Bildungswerks

Eine gemeinsame Theateraufführung von Jugendlichen und Senioren war der Höhepunkt beim Tag der Offenen Tür der Evangelischen Erwachsenenbildung. Das Besondere: die Akteure bei „Lysistrata“, so die Aufführung, waren Schülerinnen und Schüler des Bildungswerkes sowie „wagemutige Menschen einer etwas anderen Generation.“ So war es zurückhaltend in der Ankündigung formuliert. Seniorinnen und Senioren aus der Innenstadt-Ost, aus dem Wilhelm-Hansmann-Haus und aus einer freien Theatergruppe aus dem Saarlandstraßen-Viertel waren diese „etwas andere Generation“. Die künstlerische Leitung hatte Theaterregisseurin Regina Nölke.

Die Komödie „Lysistrata“, frei nach Aristophanes, thematisierte den Liebesstreik hellenischer und spartanischer Frauen gegen ihre Männer, um in dem ewig erscheinenden Krieg zwischen Athen und Sparta den Frieden zu erzwingen.
Unter dem Motto „Theater, Kunst, Musik“ bot der Tag der Offenen Tür neben der Aufführung Informationen rund um das Bildungswerk.

Das Evangelische Bildungswerk Dortmund ermöglicht jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund eine zweite Chance. Hier können nachträglich der Hauptschulabschluss nach Klasse 10 und die Fachoberschulreife erworben werden.

www.fachbereichbildung.de

Evangelische Kirche: 90.000 Euro für Haiti

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Erfolgreiche Spendenaktion in Dortmund
und Lünen

Unmittelbar nach der Naturkatastrophe hatten die Evangelischen Vereinigten Kirchenkreise (VKK) ihre Gemeinden in Dortmund und Lünen aufgerufen, für die Opfer zu spenden. Das Ergebnis bislang: insgesamt 89.173 Euro. „Es ist höher, als wir erwartet hatten“, so VKK-Vorstandsvorsitzender Paul-Gerhard Stamm. Dabei hat VKK, wie angekündigt, die aus den Gemeinden stammenden Spenden verdoppelt. Das Geld kommt der Diakonie-Katastrophenhilfe zugute, die bereits seit 2005 ein Büro in Port-au-Prince hat. Sie hat in den letzten Wochen bereits mehrere Hilfsflüge nach Haiti organisiert. Unter den Hilfsgütern sind medizinische Nothilfepakete zur Basisversorgung von ca. 80.000 Menschen für drei Monate. Zelte, Decken, Plastikplanen, Nahrungsmittel sowie Tabletten zur Wasserreinigung. Mit den Lieferungen wird u.a. auch das Kinderkrankenhaus in Port-au-Prince unterstützt.

Auch wenn die Spendenaktion der VKK „ausgesprochen erfolgreich“ war, so Stamm, ruft die Evangelische Kirche zu weiteren Spenden auf.

Informationen und Spendenkonten

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